9/9 Schleier und Scharia: Gehört der Islam zu Deutschland? (Maischberger, ARD)

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Uploaded by on Oct 13, 2010

Menschen bei Maischberger: "Schleier und Scharia: Gehört der Islam zu Deutschland?"

Alice Schwarzer
Deutschlands streitbarste Journalistin kritisiert in ihrem neuen Buch 'Die große Verschleierung' eine falsche Toleranz gegenüber dem Islam: 'Das islamische Kopftuch, das die Haare von Frauen vollständig als sündig verdeckt, weil Männer sich sonst wie Tiere auf sie stürzen, hat längst seine Unschuld verloren. Es ist die Flagge des Islamismus.' Die EMMA-Herausgeberin fordert ein uneingeschränktes Kopftuchverbot für Schülerinnen.

Joachim Herrmann
Der bayerische Innenminister kritisiert die Äußerungen von Bundespräsident Wulff. 'Es gibt überhaupt keinen Anlass, den Islam in unsere Werteordnung zu integrieren.' Statt Integration hätte Deutschland dann 'Multi-Kulti'. Deutschland aber solle 'nicht den Islam integrieren, sondern seine kulturelle Identität bewahren'.

Hans-Christian Ströbele.
Der grüne Bundestagsabgeordnete setzte sich mehrfach dafür ein, einen muslimischen Festtag zum Feiertag zu erklären. 'Ein gesetzlicher Feiertag wäre ein gutes Zeichen, dass wir den Islam als Weltreligion ernst nehmen', sagt Hans-Christian Ströbele, der Thilo Sarrazin im letzten Jahr vorhielt, mit seinen Äußerungen über 'Kopftuchmädchen' und 'Importbräute' rassistische Vorurteile zu schüren.

Güner Yasemin Balci.
Die türkischstämmige Autorin und Filmemacherin ('Krieg im Klassenzimmer') kritisiert islamische Parallelgesellschaften in Deutschland und sieht die Integration skeptisch: 'Je ungebildeter ein Migrant ist, umso enger ist er den Traditionen seines Herkunftslandes verhaftet. Gerade darum sind viele Türken geprägt von einem archaischen Menschenbild, das mit der Idee der Grundrechte in diesem Land nur schwer in Einklang zu bringen ist', sagt Güner Yasemin Balci.

Zehra Yilmaz.
Die Bildungs- und Integrationsbeauftragte an der größten Moschee Deutschlands kritisiert das Kopftuchverbot für Muslima in Erziehungsberufen. Ihr Lehramtsstudium gab die Duisburgerin deswegen auf. 'Ich habe nicht angenommen, dass mein Glaube oder meine Kopfbedeckung meine berufliche Karriere behindern würden', sagt die zweifache Mutter, die sich für den Dialog der Religionen einsetzt. Im Alltag auf der Straße fühlt sich Zehra Yilmaz häufig diskriminiert.

Heinz Buschkowsky.
Der Bürgermeister von Berlin-Neukölln warnt vor einer zunehmenden Deutschenfeindlichkeit der Muslime in Deutschland. 'Es gibt muslimische Eltern, die ihre Kinder auffordern, sich von Deutschen fernzuhalten, weil die ganze Gesellschaft sündig sei. Ich vermute, dass sich 20 bis 30 Prozent der muslimischen Migranten in Distanz zu Demokratie und Toleranz befinden und westliche Lebensart als Sünde abtun.' (Senderinfo)

Schleier und Scharia: Gehört der Islam zu Deutschland?

Gäste: Alice Schwarzer (Journalistin und Feministin), Joachim Herrmann (Bayerischer Innenminister; CSU), Hans-Christian Ströbele (Bundestagsabgeordneter; B'90/Die Grünen), Güner Yasemin Balci (Autorin), Zehra Yilmaz (Deutsche Muslima), Heinz Buschkowsky (Neuköllner Bezirksbürgermeister, SPD)

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Top Comments

  • Was bezweckt eigentlich eine Diskussion? Frage ich mich gerade ernsthaft. Da wird jahrzehnte lang geredet, am Ende bleibt jeder auf seinem Standpunkt sitzen und praktisch findet nie eine Veränderung statt.

  • Hut ab vor Frau Balci und Herrn Buschkovski! Es wird Zeit,von der überzogenen Toleranz ala Ströbele abzukommen und eine ganz klare westlich orientierte Linie vorzugeben an Schulen,öffentlichem Leben ect.! Und Wer sich daran dann nicht gebunden oder wohl fühlt,kann diese Land auch aus freien Stücken verlassen! Niemand ist gezwungen hier zu Leben! Deutschland wurde durch Arbeit wieder aufgebaut und nicht durch ewiges Palaver! Etwas konservatieres Denken wäre vieleicht Heute wieder angebrachter!?

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All Comments (97)

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  • Nicht wir müssen uns ändern, sondern jene, die uns wegen unserer Herkunft grundlos hassen und uns vertreiben wollen mit Schikanen. Nur das Kopftuch tragen ist noch lange kein Verbrechen und an einen Gott zu glauben keine Straftat. Warum und mit welcher Begründung werden wir permanent verfolgt? Selbst wenn wir uns lückenlos anpassen sollten, werden sie uns den Frieden nicht gönnen. Wir werden in ihren Augen immer Fremde sein auf die man herabschaut.

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  • Und, auch nach dem Schrecklichen Holocaust, stehen die Synagogen in Deutschland wieder auf - und sie werden immer mehr akzeptiert. Nur durch Kampf und Opfer kann man seine Ziele erreichen. Die Juden haben immer für ihre Kultur und Identität gekämpft bis heute, und sie haben es auch erreicht, daß sie ihre Kultur, ihre Kulte, ihre Götter und ihre Identität bewahren konnten. Alle Migranten in Deutschland, laßt euch nicht einschüchtern von Fremdenfeindlichkeit, Hass und Feindschaft!

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  • @DerSpartaner Gerade die Politiker waren noch nie in entsprechenden Vierteln.  ---

    tabellen können / wollen / dürfen die auch nicht lesen / verstehn

    wenn ma so die gesamtpolitik anschaut, ein einziges herunterwirtschaften deustchlands

  • @MrBitmusic

    Eine Diskussion dient dem Gedankenaustausch und der Perspektivenbereicherung der Beteiligten, ohne eine Lösung zu erzwingen.

    Ich glaube du erwartest eher eine Debatte, die einer Lösungsfindung dient.

  • @ridgeraiser

    Und in anderen politischen Bereichen läuft es genauso: Sie labern in der POltiik von Mutlikulti und "türkischen Mitbürgern" oder genaugenommen "ausländische Mitbürger ??????" obwohl diese keine sind. Gerade die Politiker waren noch nie in entsprechenden Vierteln.

    Der Staat und sein Volk sind einfach viel zu weich, um diesem "Intergrationsproblem" vernünftig beizukommen.

  • @ridgeraiser

    Mal Bsp: Ein Bekannter von mir ist Polizist und war auf Einsatz in einem Vorort Duisburgs. Sie wurden von den dort lebenden Deutschen (Deutschtürken) wieder weggeschickt, weil sie sagten der Staat habe dort kein Recht und es sei ihr Hoheitsgebiet: Dort würde ich mit Hundertschaften das GESAMTE Viertel räumen lassen, bei Gegenwehr ohne Rücksicht zurückfeuern, die Geräumten vor ein Schnellgericht stellen und entsprechend bestrafen.

  • @ridgeraiser

    Zum Beispiel werden sie vor Gericht auch nicht wie Deutsche behandelt, sondern wie Sonderfälle wegen dem Migrationshintergund, was alleine schon Verrat am GG ist. Die Sache wäre ganz einfach zu lösen, wenn man nicht soviele Spielräume mit der Prämisse "Multikulti" geschaffen hätte. Bei den Strafen bleibe ich jedoch dabei: Härtere Strafen verlagern lediglich in einen anderen sozialen Bereich, der noch schwieriger zu erreichen ist.

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