Ein Song über das Thema Amoklauf. Nachdenklich, unverblümt, ehrlich.
Vom neuen Album "Einfach anders".
www.jeaw.de
Songtext:
Er ist alleine, Freude nein das kennt er nich,
er ist schon soweit, sucht Freunde übers Internet.
Sie geben ihm das war er braucht, ein bisschen Frieden,
sie nehmen ihn als Menschen wahr, mit Stärken und Gefühlen.
Doch fährt der Rechner runter, kriecht die Angst hervor,
vor Schule, Vater, Freunde, alle hassen ihn, seit Jahren schon.
Wenn die Treppe knirscht, unten schon die Teller knalln,
sein Vater in sein Zimmer tritt und schon die Fäuste ballt.
Unten hört er seine Mutter wein´ doch dann gibts Backpfeifen,
links, rechts, schlechte Noten, falsche Freunde, miese Zeiten.
Und so läuft es jedes Mal, Tag für Tag
und seine Seele färbt sich rabenschwarz.
Die Welt um ihn herum entfernt sich immer mehr,
und seine Welt bricht in sich zusammen, die Hand schließt sich um Dad´s Gewehr.
Er steht auf, schließt die Augen fest,
atmet ein, atmet aus, damit der Finger ruhiger sitzt.
Er denkt nach, wer hat ihm das alles eingebrockt,
die Treppe knirscht, er dreht die Waffe weg von seinem Kopf...
Und jeder will helfen und keiner will helfen,
und jeder will reden und keiner will reden,
und jeder will suchen und selbst nichts versuchen,
und plötzlich lässt die Welt dich im Stich
Und jeder will helfen und keiner will helfen,
und jeder will reden und keiner will reden,
und jeder will suchen und selbst nichts versuchen,
und plötzlich hast du nichts. Nichts!
Die Wände voller Blut, Holzsplitter auf´m Boden,
er hört das Keuchen, warme Stimmen von weiter her geflogen.
Er lädt nach, geht zur Tür, legt die Waffe weg
als er sieht, welche Wahrheit sich jetzt in sein Blickfeld drückt.
Sie blickt hoch zu ihm, die Augen leer und ohne Kraft,
dann schläft sie ein, ohne Schrei, ruhig und sanft.
Man, das kann nich´ sein, nein man, das wollt´ er nicht,
bitte bleib mir, bitte, oh Gott ich liebe dich.
Er zuckt zusammen und die Zeit stoppt, der Atem fehlt,
alles dreht sich, nichts bewegt sich, er spürt wie seine Welt vergeht.
Und er geht nach unten, dort erschießt er seinen Vater,
er sieht nur noch schwarz und diese Menschen vor dem Fenster,
er geht raus, verliert die Kontrolle, schießt und genießt die Rolle,
endlich steht er dort wo er wollte, er strahlt wie die Sonne.
Und blaues Licht kündigt sich an, er ist eingekesselt,
er richtet sich selbst, verlässt die Welt, lächelnd.
Und jeder will helfen und keiner will helfen,
und jeder will reden und keiner will reden,
und jeder will suchen und selbst nichts versuchen,
und plötzlich lässt die Welt dich im Stich
Und jeder will helfen und keiner will helfen,
und jeder will reden und keiner will reden,
und jeder will suchen und selbst nichts versuchen,
und plötzlich hast du nichts. Nichts!
@Teraphin92 das würden sie bestimmt nicht ausstrahlen , da es unsere wunderbare politik und gesellschaft zu stark kritisiert D;
berlinerkid 4 months ago 16
@Teraphin92 Anonymouse bekommt das sicher auch ohne MTV Mitarbeitet hin..hehe :P..
Cyc0de 5 months ago 4