Manfred Spitzer über Gewalt im Fernsehen
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All Comments (64)
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Dass Fernsehen zu mehr Gewalt führt, macht auch Sinn, ohne dass man sich Gewalttätiges ansehen müsste. Fernsehen ist ungesund und macht unglücklich, raubt Zeit für soziale Kontakte, die essentiel ist um sozial intelligenter zu werden und zu lernen, wie man mit Konflikten umgeht.
Das trifft auch zu bei gewaltlosem Konsum von Medien, weshalb ich es schade finde, dass keine Studie präsentiert wurde, in der Fernsehen ohne Gewalt in den Zusammenhang mit vermehrter Gewalt gesetzt wurde.
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Man merkt einfach, dass sich Spitzers wissenschaftliche Meinung in diesem Fall tendenziös an der vorherrschenden Grundmeinung einer ganzen Generation orientiert. Es gibt einen weiteren Beitrag über Winnenden (leider nur auf br online) wo er dieses komplexe v.a. auch soziale Phänomen monokausal über den Zusammenhang von virtueller und realer Gewalt begründen will. Obwohl ich die Ergebnisse solcher Studien anerkenne, sind die Schlussfolgerungen zu explizit und übervereinfacht - eben tendenziös.
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@11e11o Scheint wohl doch ein Thema zu sein, was man nicht einfach mal so schnell abhaken kann, indem man ein seriöses Buch darüber liest. Da muss man sich anscheinend doch intensiver mit beschäftigen, um da gegen jeden Zweifel argumentieren zu können. Ich vertraue allerdings weiterhin den Aussagen von Spitzer, wenn auch nicht gegen jeden Zweifel. Statistiken darüber über die Gewaltentwicklung sind auch immer eine sehr heikle Sache. Je nachdem, wie man sie aufzieht kann man da viel "nachweisen"
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...Es ist eben ein sehr komplexes Thema und noch kann keiner das Rätsel entschlüsseln: Wenn Gewalt in den Medien zu erhöhter Gewaltbereitschaft führt und immer mehr Gewalt dargestellt wird, warum nimmt dann die Gewalt in der Realität ab?
Noch etwas zur Statistik:
blog.beck.de/2010/05/18/bka-st
atistik-jugendgewalt-nimmt-dra matisch-ab -
Die Studien die ich zu dem Thema kenne, können nur eine gewisse Korrelation nachweisen, aber keine Kausalität. Damit ist das für mich eine interessante Feststellung, aber noch lange kein Beweis. Dagegen gibt es z.B. die Katharsishypothese, die Inhibitionshypothese, die These der Wirkungslosigkeit und die Habitualisierungsthese...
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Sind Sie sicher, dass es nur eine Vermutung ist? In seinem Buch "Vorsicht Bildschirm" bezieht sich Spitzer auf zahlreiche Studien, die seiner Meinung nach diesen Sachverhalt zweifelfrei beweisen (alle Studien sind mit Quelle angegeben sind). Ich habe es nicht persönlich nachgeprüft vertraue da aber eigentlich auf Spitzer. Kennen Sie Studien, die den gegenteiligen Sachverhalt belegen?
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@jetpian34 Das sehe ich ganz anders. Zum einen betrachtet Prof. Pinker unterschiedliche Zeiträume und zitiert z.B. die Politikwissenschaftlerin Barbara Harff. Zum anderen gibt es keinerlei Beweise für die Aussage, dass Gewalt in den Medien die Gewalt in der realen Welt erhöht.Es ist nur eine Vermutung.Ich würde genau das Gegenteil behaupten - je mehr die Gewalt virtualisiert wird, desto weniger gibt es reale Gewalt. Leider sind die Kommentare hier nicht dazu geeignet um darauf näher einzugehen.
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Widerspricht aber nicht grundsätzlich den Aussagen von Prof. Spitzer, denn Prof. Pinker betrachtet einen sehr langen Zeitraum, während Spitzer eine sehr aktuelle Entwicklung betrachtet.Sollte die aktuelle Zeit das friedlichste Jahrhundert der Menschheitsgeschichte sein, so ist die Gewalt in den Medien mit Sicherheit kein Faktor der dazu beigetragen hat. Denn es ist wie Spitzer hier darstellt unzweifelhaft nachgewiesen, dass Gewalt in den Medien die Gewalt in der realen Welt erhöht!
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Widerspricht aber nicht grundsätzlich den Aussagen von Prof. Spitzer, denn Prof. Pinker betrachtet einen sehr langen Zeitraum, während Spitzer eine sehr aktuelle Entwicklung betrachtet.Sollte die aktuelle Zeit das friedlichste Jahrhundert der Menschheitsgeschichte sein, so ist die Gewalt in den Medien mit Sicherheit nicht ein Faktor der dazu beigetragen hat. Denn es ist wie Spitzer hier darstellt unzweifelhaft nachgewiesen, dass Gewalt in den Medien die Gewalt in der realen Welt erhöht!
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte
.Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter
Achte auf deinen Charakter, denn er wird zu deinem Schicksal.
1Russerge1 2 years ago 14
Natürlich war die Menschheit in der Geschichte noch gewalttätiger. Aber wollen wir das als Maßstab oder haben wir ein Ziel?
wk2323 2 years ago 3