Monitor Riesterrente - ARD 04.09.2009
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Natürlich bedarf es einer privaten Altersvorsorge, um im Rentenalter überleben zu können. Lebensversicherungen eignen sich jedoch nicht zum Sparen. Private Rentenversicherungen sind übrigens auch nichts anderes. Und Riester-Verträge? Sie hören es: Die Höhe der Kosten überschreitet teilweise die staatlichen Zuschläge – und die Rendite sinkt auch enorm. Verständlich, dass Hunderttausende Anleger enttäuscht sind. Sie setzten auf einen gesetzlichen Weg und wurden dennoch getäuscht.
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Schau dir doch einfach mal an wo all unsere Versicherungsgesellschaften das Ihnen anvertraute Geld anlegen. Die Geldmenge ist sicherlich nicht um vieles weniger als das was Jahr für Jahr durch die Rentenkassen fließen. Selbst die mieseste Gesellschaft zahlt dir immernoch garantiert 2,25% ohne Verlustrisiko. Der Durchschnitt liegt sogar um einiges darüber. Aktien und Fondsanlagen lass ich nun mal außen vor da sich das für die Rente einer ganzen Generation nicht eignet.
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@dralger "Altersvorsorge kann doch so einfach sein: Blue Chips (Aktien von BASF, MAN, Münchener Rück..) und einfach nicht angreifen. Nach 20 Jahren hat man ordentlich Rendite."
Frau/Herr "dralger", die Vorstände und ufsichtsräte von BASF, MAN, Münchener Rück. usw. haften auch persönlich dafür, dass man in keinem Fall Kursversluste erleidet, sondern eine "odentliche Rendite" kassiert, wenn man die Aktien in 20 Jahren wieder verkauft?
Natürlich nicht. Oder doch? Bekomme ich das schriftlich?
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Nehmen wir an, alle heutigen Rentner hätten ihre gesamten Beiträge in eine kapitalgedeckte Rentenversicherung eingezahlt. Das wäre ein Geldhaufen in der Höhe von zig Billionen Euro. Dagegen wären die Staatsschulden Hühnerkacke.
Und jetzt müssen neoliberale Klugscheißer nur noch erklären, wer die Rendite von "2,5%" für diesen riesigen kapitalen Misthaufen erwirtschaftet. Aber für neoliberale Klugscheißer fallen die Zinsen vom Himmel so wie die letzte Banken- und Finanzkrise? Nicht wahr?
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@dralger dann sparen alle für das alter bei niedriger rendite. Dolle alternative, wer z.Z. weniger als 2% "rendite" hat macht minus.
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Inflation und Renditen geben automatisch an, ob sich Sparen lohnt und in welchem Umfang es sich lohnt. Das Problem ist nur: Der Staat verzerrt natürlich diese natürlichen Mechanismen und macht alles kaputt und leitet zu viel Geld zu den den Versicherungen und Fonds-Betreibern.
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Sowas würde durch sinkende Renditen wieder ausgeglichen. Man stelle sich eine idealisierte Volkswirtschaft von 1000000 Menschen vor. Darin gibt's immer welche, die einen erhöhten Konsumbedarf haben, aufgrund von Kleinkindern, aufgrund des hohen Alters usw.) und es gibt welche, die Geld sparen, weil sie damit rechnen, dass bald höherer Konsum ansteht.
Dann mal zu den Rentner mit 67. Stand 2010
Bruttogehalt ca. 2250€ pro Monat. (30-67, Lebensjahr vorher normal gearbeitet )
= 1000,00 € Rente
- 25% Rentenkürzung (Rentennachhaltigkeitsgesetz)
- 10% Pflegeversicherung
= 675,00 € Rente im Jahr 2045
Und da ist nichts mit "ich geh mal 60 in Rente".
Ziehen wir noch mal 10% Pauschal ab (kein Job, Körperlich kaputt)
= Haben wir ca. 500-600€ zum Leben.
1Tomatensuppe 1 year ago