Maschine tanzt II part 1

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Uploaded by on Jan 26, 2012

Maschine tanzt II
ist eine ArtGenossen Produktion in Co Produktion mit dem Deutschen Museum München.

Maschine tanzt II
Tanzperformance mit den Maschinen der Kraftmaschinenhalle des Deutschen Museums

Vor einigen Jahren wurde Maschine tanzt I in der Kraftmaschinenhalle des Deutschen Museum erstmals aufgeführt. Damals eine ArtGenosseN Produktion mit Unterstützung des Kulturreferates München und des Deutschen Museum.
Diese Aufführung war so erfolgreich und beindruckend, dass sie in den Köpfen aller Beteiligten mit ihren starken Bildern blieb, und immer wieder daran gedacht wurde, diese Performance fortzusetzen.

Da das Deutsche Museum daran interessiert ist, Naturwissenschaft und Technik auch im kulturellen Kontext darzustellen und zu vermitteln, wurde wieder die Lange Nacht der Museen mit ihren Sonderprogrammen als ein geeigneter Rahmen ausgewählt.
Als Auftragsproduktion des Deutschen Museum mit der Unterstützung des Wissenschaftsfonds des Kulturreferates München kommt die neu erarbeitete Performance Maschine tanzt II in die Kraftmaschinenhalle des Deutschen Museum und wurde dort drei Mal in einer Nacht gezeigt, damit so viele Menschen wie möglich die Chance hatten, dieses außergewöhnliche und packende Stück zu sehen.

Die Tanzperformance (Choreographie Angelika Meindl) mit den funktionierenden Maschinen aus dem 19. Jahrhundert zusammen mit Projektionen (Videodesign Thomas Mahnecke) und einer Lichtinszenierung (Lichtdesign Rainer Ludwig) im Stile von Metropolis, wecken diesen Ort zu neuem Leben. Diese Performance ist nur in diesem Raum möglich und kann auch nur dort gesehen werden. Nirgends gibt es eine solche Sammlung funktionstüchtiger Dampfmaschinen, die die gesamte Entwicklung von Newcomen über Watt bis zu den ausgereiftesten Maschinen vom Ende des 19. Jh. zeigt. Dieser Raum hat schon Patrice Chereau für seine Rheingold-Inszenierung angeregt. Hier werden die Maschinen selbst zum Teil der Inszenierung.
Texte von Autoren vom 19. bis ins 21. Jahrhunderts über Segen und Fluch der Maschinengläubigkeit rufen berührende und auch bedrückende Visionen hervor, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen.
„Wir können den menschlichen Körper entleeren und in Zukunft die unnützen Organe durch die neuen Technologien ersetzen." Stelarc, 19. Jh.
Die Verletzbarkeit des Menschen und die Wucht der Maschinen, verwoben mit Texten von Gerhard Hauptmann, Paul Virilio u.a., wird in dem Energie geladenen Tanz aufgegriffen und die treibende Musik von Thomas Gäbhard zieht die Zuschauer in ihren Sog.
„Der durch den Gebrauch der verschiedenen Transportprothesen und solcher für die unmittelbare Übertragung, ja sogar unbeweglich gewordene Mensch würde nicht mehr die Notwendigkeit eines sparsamen Umgangs mit den physischen Kräften erkennen. Und hieraus leitet sich das Auftauchen eines neuen Gesetzes mit umgekehrten Vorzeichen ab, denn jetzt ginge es darum, das Leben wie einen Motor zu behandeln, wie eine immer höher zu beschleunigende Maschine." Virilio, 20. Jh.

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