Im Informationszeitalter sind Daten der wichtigste Rohstoff. Unsere Daten, die wir preisgeben und Daten, von denen wir abhängig sind. Mit jedem Upload wird ein Teil von uns virtuell - gespeichert, abrufbar und verwertbar. Unsere Scheinidentitäten entwickeln ein Eigenleben... Bedeutet diese "Entkörperung" auch eine Entfremdung? Ist dieses Abbild unserer Welt real? Generieren wir die Daten oder generieren die Daten uns?
Dieses Projekt nutzt das Online Spiel Second Life, um reale Menschen als virtuelle Ausstellungsobjekte in den Kunstraum zu bringen. In Second Life werden Avatare dafür bezahlt, still zu stehen und persönliche Fragen zu beantworten, welche von demselben Programm gestellt werden, das alle 10 Minuten reales Geld an sie auszahlt. Gefangen in der Situation wird die Frage nach der "wahren" Person hinter dem Avatar aufgeworfen. Darüber hinaus wird sichtbar gemacht, dass die Avatare sich in einer Überwachungssituation befinden und das Gut, für das gezahlt wird, Informationen sind, die sie über sich preisgeben.
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