2011 Faschisten in Bozen - Casa Pound Bolzano corteo fascista

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Uploaded by on Mar 17, 2011

2011 Faschisten in Bozen - Casa Pound Bolzano corteo fascista

BOZEN - Das Video des Südtiroler Schützenbundes von der Faschistenveranstaltung von CasaPound am 5. März 2011 in Bozen ist nun wieder online. Allerdings mit einigen Faschistengesichtern weniger.

Einige "stolze" Italiener, darunter Neofaschisten aus Trient, haben sich gefürchtet, in unserem Video gezeigt zu werden, und haben die Löschung des Videos bei Youtube beantragt. Dabei haben sie sich auf die "Privacy" berufen. Leider wurde den Faschisten von "Youtube" Recht gegeben. Unserem Bemühen, darauf hinzuweisen, dass die Faschisten bei einer öffentlichen Veranstaltung gefilmt wurden und deshalb das Video nicht gelöscht werden sollte, hat leider nichts genützt.

Wir vom SSB-Online-Team werden auch weiterhin faschistische Umtriebe in Bild und Ton festhalten und uns von den Faschisten nicht einschüchtern lassen.

BOZEN - Am Samstag, dem 5. März 2011 wurde Bozen wieder von Faschisten aus ganz Italien belagert. Der Südtiroler Schützenbund hatte kürzlich Medienvertreter aus ganz Europa eingeladen, welche sich vor Ort selbst ein Bild davon machen konnten, wie mitten in Europa immer noch faschistische Denkmäler verteidigt werden und dem Faschismus offen und mit Zustimmung des Staatsapparates gehuldigt wird. Zahlreiche Pressevertreter sind dem Aufruf des Südtiroler Schützenbundes gefolgt und haben die 800 Demonstranten von "CasaPound" rund um den Neofaschisten Gianluca Iannone und Donato Seppi von Unitalia dokumentiert. Die "Faschisten des dritten Jahrtausends", wie sie sich selbst nennen, demonstrierten unter anderem für den Erhalt der faschistischen Denkmäler in Südtirol.

In den letzten zwei Jahren hat der Südtiroler Schützenbund zwei Großkundgebungen gegen die faschistischen Denkmäler organisiert, und es ist Bewegung in die Diskussion um deren Entfernung gekommen. Während ihm aber bei der Kundgebung gegen das faschistische Alpinidenkmal in Bruneck lauter Schikanen auferlegt wurden (Die Marschroute wurde verschoben, Zeitpunkt auf Anordnung der Polizei kurzfristig geändert, Teilnehmer mussten markiert und nummeriert werden usw.), durften die Faschisten unbehelligt und ohne Auflagen auf dem sogenannten Siegesplatz aufmarschieren.

Der Umstand, dass sich die italienischen Faschisten an diese Denkmäler aus einer unseligen Zeit klammern, zeigt umso mehr, wie wichtig die Entfernung selbiger ist. Eine wie immer geartete Entschärfung der Denkmäler wird die "Faschisten des dritten Jahrtausends" auch in Zukunft nicht davon abhalten, ähnliche Veranstaltungen zu organisieren und vor den Insignien des Faschismus ihren Idolen öffentlich zu huldigen.

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