Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW und Mitglied im Arbeitsausschuss der Klima-Allianz NRW: „Nordrhein-Westfalen ist bundesweit Schlusslicht beim Klimaschutz. 44 % aller vom Emissionshandel erfassten Treibhausgase stammen von hier. Trotzdem unterstützt die Landesregierung den Neubau von 11 Kohlekraftwerken. Werden sie realisiert, so führt dies zu zusätzlichen CO2-Emissionen von jährlich etwa 40 Millionen Tonnen - und das mindestens 40 Jahre lang. So werden alle Klimaschutzziele unerreichbar." Aber auch aus anderen Gründen seien Kraftwerke wie das in Marl geplante unverantwortlich. "Durch ein Kraftwerk in Marl würde massiv in die durch europäisches Naturschutzrecht geschützte Lippeaue eingegriffen. Auch die Lippe selbst kann wegen der enormen Vorbelastung durch andere Kraftwerke keine zusätzlichen Abwärme- und Abwasserfrachten mehr verkraften. Kohlekraftwerke sind zudem Dreckschleudern: Durch den Ausstoß eines Cocktails aus Feinstaub, Schwermetallen und radioaktiven Substanzen wird jegliche Luftreinhalteplanung sabotiert", sagte der BUND-Energieexperte.
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