Menschenrechte und Olympische Sommerspiele 2008

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Uploaded by on Mar 13, 2008

Nach anhaltender internationaler Kritik von Menschenrechtlern, weltweiten exil-tibetischen Protesten und dem Rücktritt Steven Spielbergs als künstlerischer Berater für die Eröffnungs- und Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Peking äußerte sich Chinas Außenminister Yang Jiechi am Rande des 11. Nationalen Volkskongresses am 12. März 2008 vor der internationalen Presse zu den erhobenen Vorwürfen und weist diese in bislang ungewohnter Schärfe zurück. Die Liste der erhobenen Vorwürfe ist lang. An dieser Stelle sollen nur einige der wichtigsten aufgeführt werden: Missachtung der Meinungs- und Medienfreiheit trotz gegenteiliger Versprechen vor der Vergabe der Olympischen Spiele an Peking im Jahre 2001, Verschleppung und Inhaftierung von Regierungskritikern ohne Gerichtsverfahren, Verhängung der Todesstrafe selbst für Wirtschaftsdelikte, Folter und geheime Hinrichtungen, Zwangsabtreibungen und -sterilisationen im Rahmen der Ein-Kind-Politik, Diskriminierung von Minderheiten und Religionsgemeinschaften und wirtschaftliche Ausbeutung von Wanderarbeitern.

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Uploader Comments (TheChinaNewsLetter)

  • Niemand bestreitet die Gräueltaten der NS-Zeit. Aufgrund der eigenen Geschichte tragen wir sogar eine besondere Verantwortung für die Menschenrechte. Wer sich aber hinter "Geduld und Zeit" für Veränderung versteckt, wird gerade jener historischen Verantwortung nicht gerecht, spricht sogar jene von Verantwortung frei, die Gräueltaten begehen. Es ist außerdem ungerecht, die VR China mit dem NS-Regime zu vergleichen. Davon halte ich nichts, denn es ist ahistorisch und beleidigend für alle Chinesen.

  • Tibet vor der Zerreißprobe.

    Peking gesteht erstmals den Gebrauch von Schusswaffen ein. Der Dalai Lama kündigt indessen Gesprächsbereitschaft an. Die Autonome Region Tibet ist inzwischen weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt.

    Aufgrund aktuellen Ereignisse in Tibet und dem Aufmarsch chinesischer Truppenverbände in Lhasa ist eine Hintergrund-Berichterstattung über die Ursachen der Krise in Vorbereitung.

    Wir bitten um Geduld und informieren Sie in Kürze ausführlich.

  • Ich habe Verständnis für Boykottaufrufe. Angesichts der Lage in Tibet scheint es naheliegend.

    Jedoch wäre ein Boykott kontraproduktiv.

    Tatsächlich können wir aufgrund der Öffnung Chinas sogar - kleine - Fortschritte in Menschenrechtsfragen feststellen.

    Stattdessen sollten wir uns in Erinnerung rufen, dass China eine Diktatur ist, die Menschenrechte verletzt.

    Wenn wir in Diktaturen keine Spiele wollen, müssen wir es künftig lassen.

    China jetzt zu isolieren, wäre nicht hilfreich.

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All Comments (13)

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  • was man International fordert sollte man auch national durchsetzen können: Deutschland, USA!!!!!!!!!!!!

  • Was ich auch äußerst interessant finde, ist das die Fernsehsender die sonst so fleißig kritische Dokumentationen senden gerade während Olympia schwiegen. Ich jedenfalls hatte immer wenn im zdf der goldene Drache durchs Bild flog Bilder von toten Mönchen und verstümmelten Leichen im Kopf.

  • Der Verglich zwischen NS und China war vom mir falsch.

  • Du hast ja Recht,der Vergleich war unpassent.

  • Du hast ja recht der vergleich war sehr schlecht gewählt.

  • Zwischen 1933 und 1945 gab es in Deutschland auch Menschenrechtsverletzung.

    Diejenigen die Jammern, sollten die inneren politischen Zusammenhänge in China betrachten.

    Veränderung brauchen Geduld und Zeit, das geht nicht so schnell bei so vielen Menschen.

  • In China gibt es Menschenrechtsverletzung?!

    In Deutschland gab es zwischen 1933 und 1945 auch Menschenrechtsverletzung.

    In den USA gab es bis 1860 Sklaverei, das war auch Menschenrechtsverletzung.

    Diejenigen die am lautesten schreien sollten sich mit der Welt Geschichte oder Weltpolitik beschäftigen.

  • Humanistisch ausgerichtete Gesellschaften gibt es nicht. Welcher Idiot glaubt eigentlich noch, dass z.B. Deutschland ein besseres Land als China ist?

  • Nun. Ignoranz bzw. Geheimhaltung von Verletzungen der Menschenrechte ist bei fast allen Nationen Tradition. Für die USA ist China in dieser Hinsicht ein Vorbild. Der Zynismus mit dem der Westen vor dem aufgeblasenen, selbstverliebten Regime Chinas einen Kniefall gemacht hat ist ein Schlag ins Gesicht aller humanistisch ausgerichteten Gesellschaften. China hätte von Anfang an aus der Liste der Anbieter gestrichen gehört. Aber es geschieht eben wieder so wie in Berlin 1936.

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