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Volkszählung 2011 in Deutschland - Zensus 2011

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Uploaded by on Mar 30, 2011

1. Wer wird befragt?

Damit der Zensus nicht zu teuer und aufwändig wird, wird nur etwa ein Drittel aller Personen in Deutschland direkt befragt.

Für die „Haushaltebefragung" werden per Zufall Anschriften ausgewählt. Alle Menschen, die dort wohnen, werden um Auskünfte über sich selbst gebeten -- das sind nach einer Schätzung etwa 7,9 Millionen Personen. Für minderjährige Kinder beantworten die Eltern die Fragen.

Die Stichprobe wird so gezogen, dass vor allem Anschriften in Gemeinden mit mindestens 10 000 Einwohnern hineinkommen, außerdem Häuser mit sehr vielen Wohnungen. Tests haben gezeigt, dass die amtlichen Melderegister dort besonders viele Fehler enthalten -- weil die Menschen dort häufiger umziehen, heißt es beim Statistischen Bundesamt. Aus dem gleichen Grund werden auch alle Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften wie Internaten, Studentenwohnheimen, Klöstern und Seniorenstiften befragt. In heiklen Fällen, wie einem Gefängnis, stehen nicht die Insassen, sondern die Anstaltsleiter Rede und Antwort.

Außerdem bekommen die etwa 17,5 Millionen Verwalter oder Eigentümer von Wohnraum Fragen vorgelegt, um Daten über die Wohnsituation zu gewinnen.

2. Was wird gefragt?

Da die Europäische Union genaue und vergleichbare Daten über ihre Mitglieder braucht, hat sie vorgeschrieben, welche Fragen die Staaten bei der Zählung unbedingt stellen müssen. Außerdem werden in Deutschland Zusatzfragen zum Migrationshintergrund und zur Religion gestellt. Die Regierung begründete das damit, dass man die Daten für die Integrationspolitik brauche.

Auf dem Bogen für die Haushaltebefragung muss jeder sein Alter angeben, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Religionszugehörigkeit, Zahl der Personen in der Wohnung, Schulabschluss, Beruf und danach, ob man selbst oder ein Elternteil erst nach 1955 nach Deutschland zugezogen ist. Für die Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften ist ein kürzerer Fragebogen vorgesehen, ohne Angaben zu Bildung oder Erwerbstätigkeit. Auch bei Bewohnern „sensibler Bereiche" wie einem Gefängnis werden weniger Daten erfasst.

Wohnungseigentümer müssen auf ihrem Fragebogen zum Beispiel angeben, wann das Haus gebaut wurde, wie es geheizt wird, ob es ein Reihen- oder Mehrfamilienhaus ist und wie viele Wohnungen darin sind. Über die Wohnungen wollen die Statistiker wissen, wie groß sie sind, wie viele Personen darin leben und ob es eine Badewanne oder Dusche und eine Toilette gibt.

Außerdem werden als sogenannte Hilfsdaten auch Name, Anschrift, Geburtstag und Telefonnummer abgefragt. Damit sollen Doppelungen und Fehler vermieden und Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden.

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