Made in Germany | Adidas -- Auf Wachstumskurs in China

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Uploaded by on Aug 14, 2008

China ist der wichtigste Wachstumsmarkt für Sportartikelhersteller. In diesem Jahr werden die Chinesen mehr als 4 Milliarden Euro für Sportartikel ausgeben, so Experten. Der deutsche Branchenprimus Adidas legt sich daher im Reich der Mitte besonders ins Zeug.

Pünktlich zu den Olympischen Spielen wurde in Peking der größte Adidas-Shop der Welt eröffnet: mehr als 3000qm Fläche auf 4 Stockwerken, vollgestopft mit High-Tech, einem Fitness-Center und sogar einem Basketballfeld auf dem Dach. Die Deutschen wollen Marktführer in China werden und spätestens 2010 dort eine Milliarde Euro umsetzen. China, das bislang vor allem als billiger Produktionsstandort wichtig war, wird dank gestiegener Kaufkraft zum umkämpften Absatzmarkt. Eine Reportage von Michael Altenhenne.
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Es ist kaum eröffnet und schon eine Attraktion in Peking: das grösste Adidas-Geschäft der Welt, "Brand Center" nennen es die PR-Strategen. Auf vier Etagen und mehr als 3000 Quadratmetern zeigt Adidas seine komplette Produktpalette, ein Konsumtempel für die kaufkräftige chinesische Kundschaft.
Die Hauptstädter sind im Olympia-Fieber und der deutsche Sportartikelhersteller schwimmt ganz oben auf der Welle der Begeisterung. Wie religiöse Kultobjekte präsentiert Adidas seine Schuhe für 27 Olympische Disziplinen. Für die markenbewusste Klientel sind die Drei-Streifen schwer im Trend.
"Ich liebe besonders die "Superstar" Schuhe von Adidas. Die Sachen sind einfach total in Mode und originell. Ich finde, die Preise sind im Verhältnis zur Qualität in Ordnung."
60% mehr Umsatz im Reich der Mitte, allein im ersten Halbjahr, damit hat Adidas schon Gold geholt während sich die Athleten noch abkämpfen. Firmengründer Adi Dassler hätte sich das wohl nicht träumen lassen, aber sicher auch nicht, das einmal Soldaten der Volksarmee vor seinen Läden patroullieren.
Die Sicherheitslage in Peking bleibt angespannt, politische Konflikte überschatten die Spiele. Das bekommt auch Herbert Hainer bei seinem Besuch zu spüren. Der Adidas-Chef Herbert Hainer muss sich immer wieder für sein Engagement in China rechtfertigen.
"Wir sprechen über sehr viele Themen mit unseren chinesischen Partnern. Ich glaube, wenn Sie China intensiv kennen und ich reise jetzt seit 10 Jahren permanent hier rüber, die letzten 4 Jahre war ich 15 oder 20 Mal hier, dann merken Sie auch, dass es ein grosses Bemühen gibt, sich weiter zu öffnen, mit den anderen Ländern und Völkern dieser Erde zusammenzuarbeiten, aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen."
2000 Kilometer südlich von Peking, weitab vom politischen Streit. Die Reisfeldidylle trügt, denn die Region Guangdong ist DIE wirtschaftliche Boomregion Chinas. In der sogenannten Werkbank der Welt lässt auch Adidas produzieren.
Rund 18.000 Arbeiter stellen in dieser Fabrik eines taiwanischen Investors adidas-Turnschuhe her. In letzter Zeit steigen die Löhne stark, im Jahresvergleich um etwa 20% und das Fabrikmanagement sorgt sich um den Standortvorteil. Umgerechnet etwa 130 Euro beträgt inzwischen der Monatslohn, doppelt so viel wie zum Beispiel in Indien.
Der Fabrikmanager Charles Yang erklärt: "Ja, billigere Regionen werden auch für uns immer interessanter. Aber ich bin mir sicher, dass der Grossteil der höherwertigen Ware, weiter hier in China produziert wird. Natürlich schauen wir uns nach anderen Standorten um und haben bereits eine Fabrik in Indien."
Mittagspause, die Armada der Arbeiter marschiert zur Kantine. Vorbei sind jedoch die Zeiten, dass Millionen armer Wanderarbeiter auf Jobsuche sind - jetzt sind es die Fabriken in Guangdong, die oft händeringend nach Arbeitskräften suchen. Insgesamt haben sich die Arbeitsbedingungen in China deutlich verbessert, seit Januar gibt es ein neues Arbeiterschutzgesetz. Das Management muss seinen Mitarbeitern längst mehr bieten als die berühmte "Schüssel Reis" am Tag.
Charles Yang: "Wir versuchen, ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen. Wir wollen, dass die Arbeiter für lange Zeit bei uns bleiben, am besten für immer. Sonst müssen wir ständig mit den anderen Fabriken um die Mitarbeiter konkurrieren, das heisst je besser wir uns um unsere Arbeiter kümmern desto besser für unser Geschäft."
So sehen deshalb die Wohnheime aus: gepflegte Grünanlagen, sogar ein Gemeinschaftssaal für Abendveranstaltungen. Sicher ist es eine Vorzeige-Fabrik, aber die Standards in China verbessern sich rasant. Im Bau sind auch neue Eigentumswohnungen, exklusiv für die Fabrikarbeiter.
Zurück in Peking, in der schönen neuen Adidas-Einkaufswelt. Geschicklichkeitstests und jede Menge High-Tech, gerade die jüngeren sind fasziniert. Der Aufwand lohnt sich, denn viele Sportfans von Morgen brauchen noch das passende Schuhwerk.

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Entertainment

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All Comments (4)

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  • @Dutbrothers

    das es eine Deutsche Firma ist ist mir schon klar (addidas ist ja an der deutschen Börse)

    Aber es stimmt kaum ein Produkt von addidas wird in Deutschland hergestellt .

    Deshalb sollte das Video ''Made in China | Adidas -- Auf Wachstumskurs in China'' heißen.

  • @sockenbart551 Adidas ist deutsch, aber du hast schon Recht produziert wird es eh in Asien etc.

  • made in germany na klar den titel solltet ihr mal überdenken

  • gdfg

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