Eine Pumpe, die einen hohen Wirkungsgrad bietet und hohe Drücke erzeugt, findet man in
der Radialkolbenmaschine. Identisch zur Zahnradpumpe können unterschiedliche
Geschwindigkeiten bzw. Volumenströme gefahren werden. Die Pumpe ist jedoch für deutlich
kleinere Drehzahlen konzipiert. Charakteristisch ist die Fluidförderung und Druckerzeugung
mittels Kolben.
Anfänglich ist in der Animation der runde Pumpendeckel mit der mittig durchgeführten
Antriebswelle zu sehen. Der Pumpendeckel ist mit sechs Sechskantschrauben am
Pumpengehäuse aufgeschraubt. Nachdem in der Animation der Pumpendeckel entfernt ist
erhält man Einblick in das Pumpeninnere. Zu Sehen ist das auf der Antriebswelle sitzende
Kugellager.
Bei geschlossenem Gehäuse befindet sich das Kugellager in einer Aussparung des Deckels
sodass die Welle gerade und schwingungsfrei drehen kann. Unterhalb des Kugellagers sind
die drei Kolben zu sehen, die in der Mitte exzentrisch auf der Kurbelwelle gelagert sind.
Auf der Rückseite des Pumpengehäuses befindet sich der Sauganschluss. Durch diese
Öffnung gelangt das Fluid in das Pumpengehäuse. Die Kolben sind hohl ausgeführt und
besitzen eine Öffnung in Höhe der Kolbenwurzel durch die die Flüssigkeit in die hohlen
Kolben gelangen kann. Direkt nach der Saugöffnung im Kolben befindet sich ein
Rückschlagventil das den Rückfluss des Fluids in das Pumpengehäuse verhindert. Die
Kolbenspitze ist in einer beweglichen Buchse gelagert. Durch diese Buchse wird der Kolben
in eine vom Pumpengehäuse getrennte Druckkammer geführt. Diese Kammer ist von einem
Rückschlagventil in Richtung des Druckanschlusses verschlossen. Ein Zurücklaufen der
Flüssigkeit in die Druckkammer wird damit verhindert. Durch die Drehbewegung der
Antriebswelle und der exzentrischen Aufnahme des Kolbens bewegt sich dieser aus der
Druckkammer in Richtung Saugraum. Dadurch entsteht eine Volumenvergrößerung im
Kolbenhohl- und Druckraum. Durch den entstehenden Sog wird das nach dem Druckraum
angebrachte Rückschlagventil geschlossen.
Gleichzeitig öffnet sich das im Kolben befindende Rückschlagventil. Das zu befördernde
Fluid strömt in den Kolben. Am unteren Scheitelpunkt schließt sich das Rückschlagventil und
der Kolben fährt in den Druckraum ein. Hierdurch entsteht eine Volumenverkleinerung und
somit ein Druckanstieg, wodurch sich das nach der Druckkammer eingebaute
Rückschlagventil öffnet. Das Fluid strömt nun durch das Ventil in den dahinter vorhandenen
Sammelkanal der auch aus den beiden weiteren Druckkammern gespeist wird. Über den an
die Druckleitung angeschlossenen Sammelkanal kann das geförderte Fluid abfließen.
(Angelehnt an Grollius, 2008, S.83)
Great job! I've used it for my lessons of high school. Thanks. Danke
profefraguas 11 months ago