Oskar Lafontaine stellt die Eigentumsverhältnisse in Deutschland infrage. Im Gespräch mit Capital bezeichnete er die großen Vermögen vieler Familienunternehmen als „grundgesetzwidrig.
Köln (ots) - 15. September 2008 - Oskar Lafontaine stellt die Eigentumsverhältnisse in Deutschland in Frage. Die großen Vermögen vieler Familienunternehmen seien "grundgesetzwidrig" angeeignet. Konkret nannte der Vorsitzende der Linkspartei bei einer Diskussion auf dem "Capital-Autogipfel" in Berlin die Schaeffler-Gruppe und forderte die Enteignung der Eigentümer Maria-Elisabeth Schaeffler und ihres Sohnes Georg, wie capital.de heute berichtet. Der fränkische Automobilzulieferer hatte Ende August den Dax-Konzern Continental übernommen. Lafontaine sagte weiter, "kein Mensch" könne "in seinem Leben zehn Milliarden Euro auf verfassungsgemäße Weise anhäufen". Auf diesen Betrag bezifferte der Chef der Linkspartei das Vermögen der Schaeffler-Eigentümer. Vielmehr sei deren Reichtum "das Ergebnis einer fortdauernden Enteignung der Belegschaft und deren großen Beitrag zur Produktivität und Wertschöpfung". Insofern fordere er bei Lichte betrachtet nur "die Rückübereignung an die rechtmäßigen Eigentümer, nämlich an die Belegschaft.
capital.de
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