Opéra-bouffe in drei Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Deutsche Textfassung von Bernd Wilms
Musikalische Leitung ... N. N., Markus Poschner
Inszenierung ... Nicolas Stemann
Bühnenbild ... Katrin Nottrodt
Kostüme ... Marysol del Castillo
Dramaturgie ... Bettina Auer
Chor ... Barbara Kler, Robert Heimann
Licht ... Franck Evin
Video ... Claudia Lehmann
Périchole ... Karolina Gumos
Piquillo ... Johannes Chum
Don Andrès ... Roger Smeets
Graf Miguel de Panatellas ... Peter Renz
Don Pedro de Hinoyosa ... Günter Papendell
Guadalena ... Anna Borchers
Berginella ... Mirka Wagner
Mastrilla ... Olivia Vermeulen
»Der alte Gefangene« ... Andreas Döhler
Die gute Laune, die man im Königreich Peru allenthalben antrifft, ist eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. In Wirklichkeit ist die verarmte Bevölkerung wütend und verzweifelt. Der Hof hat keine bessere Idee, gegen die Krise vorzugehen, als dem Vizekönig ein vermeintlich glückliches Volk vorzuspielen, sobald dieser den Palast verlässt, um die Stimmung seiner Untertanen zu erforschen. Doch auf die Dauer lässt sich die Wirklichkeit nicht leugnen: Als die Straßensängerin Périchole auftritt und ihrem Unmut freien Lauf lässt, bröckelt die schöne Fassade schnell. Der Vizekönig, betört von so viel Realität, möchte die schöne Querulantin unbedingt erobern. Vor die Wahl gestellt zwischen der Liebe zu ihrem Piquillo und einem Leben im Wohlstand ist Périchole rasch korrumpiert und entscheidet sich für Letzteres. Nun ist dieses seltsame Peru aber nicht nur durch Realitätsverleugnung gekennzeichnet, sondern auch durch absurde Bürokratie. Da die Verfassung nur verheiratete »Ehrendamen« zulässt, muss rasch ein Ehemann für die schöne Sängerin gefunden werden. Der erste beste wird aus der Menge gepickt und ist -- welch ein Zufall! -- eben jener Piquillo, den Périchole nicht heiraten konnte, weil das Geld fehlt. Und so müssen die beiden die Hochzeit, die eigentlich ihr innigster Wunsch war, unter Zwang vollziehen. Was wird aus Wünschen in einer Welt, die den Genuss nicht verbietet, sondern befiehlt? Wie weit kann man sich den Verhältnissen anpassen, ohne sich selbst zu verlieren? Die Offenbachiade stellt diese schweren Fragen mit bissigem Witz und leichter Hand und bringt mit Boleros, Walzern und Cancans die Verhältnisse zum Tanzen.
also ich muss sagen ich war begeistert von dem Abend.
Warholized 9 months ago
kann mich nur anschließen - langweilig und mit Gewalt auf Lehrstück getrimmt - die Musik spielt auch keine Rolle
trainersnsoxforever 9 months ago
@musensohn16 was war daran so langweilig? habe die noch nicht gesen, würd mich aber interessieren...
yuhurio 1 year ago