Im Weißen Rößl an der Komischen Oper Berlin

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Uploaded by on Dec 5, 2010

Singspiel in drei Akten von Ralph Benatzky
Libretto von Hans Müller und Erik Charell
Gesangstexte von Robert Gilbert * Musikalische Leitung ... Koen Schoots * Inszenierung ... Sebastian Baumgarten * Bühnenbild ... Janina Audick * Kostüme ... Nina Kroschinske * Choreographie ... Brigitte Cuvelier * Dramaturgie ... Ingo Gerlach * Chöre ... André Kellinghaus * Licht ... Franck Evin * Video ... Stefan Bischoff * Josepha Vogelhuber ... Dagmar Manzel * Leopold Brandmeyer, Zahlkellner ... Max Hopp * Wilhelm Giesecke (Fabrikant) ... Dieter Montag * Ottilie ... Kathrin Angerer * Dr. Erich Siedler, Rechtsanwalt ... Christoph Späth * Sigismund Sülzheimer ... Peter Renz * Prof. Dr. Hinzelmann, Lehrer ... Thorsten Merten * Klärchen ... Julia Giebel * Der Piccolo ... Miguel Abrantes Ostrowski * Der Kaiser ... Irm Hermann * Briefträgerin Kathi ... Mirka Wagner * Pianist ... Daniel Regenberg * BVG Orchester Berlin e.V. ...

Im Salzkammergut, da könnte man gut lustig sein. Da wäre eigentlich auch die ganze Welt stets himmelblau -- wenn denn die Wirtin einen so wollte, wie man die Wirtin will. Doch die will natürlich jemand anderen, nämlich Doktor Siedler, der seit Jahren Stammgast ist im »Weißen Rößl«. Das trübt die grundsätzlich gute Laune vom Zahlkellner Leopold empfindlich. Obwohl alles auf den ersten Blick so idyllisch ausschaut am Wolfgangsee, wird ziemlich schnell klar, wie es funktioniert: »Alle schönen guten Gaben sind für Geld bei uns zu haben.« Und es verwundert auch nicht weiter, dass im »Weißen Rößl« kulinarische und körperliche Dienstleistungen zusammen abgerechnet werden: »Einmal Kaffee, ein weiches Ei, ein bisserl Lieb': vier Kronen zwei!« Im Tourismus ist es eben wie auf dem Liebesmarkt: Die Natur wird verkauft; und da man hier wie dort immer auf der Suche nach dem unberührt Ursprünglichen ist, bekommt man auch prompt suggeriert, dass man es nun gefunden habe. Den angereisten Damen ergeht es allerdings auch nicht besser; sie dienen als Manövriermasse bei Geschäftsstreitigkeiten. »'S ist einmal im Leben so«, wie der Kaiser ganz richtig resümiert.
Die 1930 uraufgeführte Revue-Operette »Im Weißen Rößl« wurde zum Welterfolg des Theaterunternehmers Erik Charell am Großen Schauspielhaus Berlin. Mit einem Massenaufgebot an Darstellern, Tänzern, Revue-Girls und Musikern bot das Rößl ein großstädtisch-mondänes Alpenvergnügen -- bevor es in den Filmen der Nachkriegszeit zur harmlosen Heimatschmonzette umgedeutet wurde.

Und noch etwas muss ich Ihnen sagen, Majestät: In dem Haus hier gehen Schweinereien vor -- da ist kein Verlass auf die Wirtin -- gehen Sie nicht dort hinein ins »Weiße Rößl«!
Leopold im Weißen Rößl, 2. Akt

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  • Sehr gute, erstklassige Inszenierung! Ein Muss: kurzweilig, spitz!

  • Das war eine super Vorstellung letzte Woche, kann man nur weiterempfehlen. Wirkt lange nach; ein Lob an den Regisseur und das ganze Team.

    Matthias aus Berlin 

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