Pilgrims and Strangers / Pilger und Fremdlinge - Paul Washer

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Uploaded by on Jul 20, 2009

Wisst ihr, was seltsam ist an den Bewohnern dieser Welt? Wenn du auch nur erwähnst, dass du nach einem besseren Heimatland verlangst, dann werden sie so wütend, dass sie schier Galle spucken. Ihr hört Wissenschaftler, Soziologen, andere, die über Christen reden als solche, die nicht in der echten Welt leben, die diese Welt nicht zu einem besseren Ort machen wollen, die einfach in eine andere Welt entkommen wollen. Es scheint mir dann immer witzig, dass die meisten Hilfswerke und charitativen Werke meist entweder auf christlichen Prinzipien von Christen gegründet oder von dort ausgehend fortgeführt wurden. Christen tun setzen mehr dran, dieser Welt Hilfe und Gesundheit zu geben als sonst wer. Was mich aufregt, ist, wenn die Regierung sagt, dass die Vereinigten Staaten dieses Jahr so viel für Wohltätigkeit gespendet haben. Ich wünschte, sie wurden das genau darlegen, WER dieses Geld wirklich gegeben hat. Denn der größte Teil sind Christen, die da kirchlichen Hilfsorganisationen gespendet hatten. Um auf dieser Welt Probleme zu lösen.

Wir sind nicht trottelige Leute, wir sind nicht solche, die realitätsfern sind. Wir sind keine Träumer. ABER Gott hat uns ein Land verheißen. Und darauf warten wir. Das ist, worauf wir warten. Und wir glauben Gott, dass er das bereitet hat. Und wir tun nicht gute Taten in dieser Welt, geben den Hungrigen zu essen und helfen den Armen, weil wir glauben, dass diese Welt einmal utopische Zustände erleben wird, wir tun das nicht im Namen eines zukünftigen Utopias, sondern im Namen des Mitgefühls. Und um rauszugehen und den Leuten zu sagen, dass eine andere Welt kommen wird. Eine andere Welt wird kommen! Glaubt Gott! Glaubt Gott, glaubt Gott!

Nun aber trachten sie nach einem besseren Heimatland, nämlich einem himmlischen. Ich will hier nicht klischeehaft klingen, aber ein Heimatland, in dem ich NIE irgend jemandem auf Wiedersehen sagen muss. Ein Land, in dem ich nie sagen muss: Es tut mir leid. Ein Land, in dem ich nie mehr um Vergebung der Sünden bitten muss. Ein Land, in dem ich nicht mehr die ganze Nacht in Verwirrung aufbleiben muss, darüber, wer ich bin und was ich hier eigentlich tue. Ein Land, in dem ich nie mehr schreckliche moralische und ethische Kämpfe in mir selbst austragen muss. Ein Land, in dem ich niemals unsicher sein werde, ein Land, in dem ich niemals sterben muss.

Das ist einer der grundlegendsten Punkte, die mir die geistliche Blindheit der Menschen offenbaren. Ich habe so viele Menschen sterben gesehen. Mein Bruder starb, mein Vater starb, ich hab die Beerdigung meiner Schwester gepredigt. Ich hab Menschen im Krieg sterben gesehen. Jeden Tag werden hunderttausende Menschen in den Tod hinein gerissen. Und doch, ich sehe wie die Alten, die alten Menschen die Beerdigungen ihrer Freunde besuchen und völlig an der Tatsache vorbei sehen, die Tatsache innerlich leugnen, dass es bald sie selbst sein werden, die da zu Grabe getragen werden.

Und ohne Reue, ohne Angst, ohne Zittern, ohne Botschaft des Evangeliums, das sie eigentlich gehört haben, blenden sie diese Tatsache aus, vielleicht wütend, oder im schlimmsten Falle sogar sehr freundlich und sie bleiben unbekehrt bis zu ihrem Todestage und kommen in die Hölle. Feine alte Gentlemen, und kleine alte Damen, Väter, die sehr hart gearbeitet haben, Frauen, die 10 Kinder groß gezogen haben, kommen in die Hölle. Denn im Gegensatz zu Noah haben sie diese Warnung niemals ernst genommen, sie haben Gott locker gesehen, haben Gott großmütterlich behandelt. Und sie starben und sind verloren gegangen. Sie haben nie nach einem besseren Heimatland Ausschau gehalten. Sie haben niemals nach einem besseren Ort geschaut. Sie waren zufrieden mit dieser Welt. Das schlimmste, was dir passieren kann, ist zufrieden zu sein mit dieser Welt. Und Gott würde sich schämen sie seine Kinder zu nennen. Und sie würden sich schämen, ihn ihren Gott zu nennen.

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