KÖNIG UBU [ROI UBU]
von Alfred Jarry, in der Fassung von Heiner Kondschak
In seiner grotesken Parabel auf die Macht und deren Missbrauch zeigt Jarry die Unfähigkeit politischer Entscheidungsträger sowie ihren Egozentrismus und Mangel an Verantwortungsgefühl. Er entlarvt ihre bewusst eingesetzten Täuschungsmanöver, wie sie hinter schwammigen und doch eingängigen Worthülsen ihre wahren Absichten verbergen, mit Versprechungen locken, um im Hintergrund lediglich ihre häufig sehr banalen privaten Interessen voranzutreiben.
Von seiner Frau dazu angestachelt, stürzt Ubu den König, bringt alle um, die ihm in die Quere kommen, und errichtet sein eigenes Regime, geprägt von seinen ganz persönlichen Interessen. Zunächst werden seine Reformen begrüßt, auch wenn sie nur seinem eigenen Vorteil dienen. Mit der unbegründeten Vervielfachung aller direkten und indirekten Steuern und deren gewaltsamer Eintreibung durch den König höchstselbst hört der Spaß der Untertanen allerdings auf. Für das Publikum hingegen geht er damit erst so richtig los, wenn auch mit einiger Bitterkeit in der grotesken Überhöhung Parallelen zu heutigen Entscheidungsträgern, modernen politischen Auffassungen und Handlungsgewohnheiten wie zur aktuellen eigenen Situation entdeckt werden können.
Regie: Heiner Kondschak
Komposition: Christian Dähn und Heiner Kondschak
Musikalische Leitung: Heiner Kondschak
Ausstattung: Ilona Lenk
Regieassistenz: Leonie Geisinger und Corinna Reinhard
Schneiderei: Kathrin Röhm
Technik/Inspizienz: Ulf Allmendinger, Boris Gonzalez und Christoph Henning
Mit: Christian Dähn, Rüdiger Ewald, Hagen von der Lieth, Hardy Lutscher, Sandra Pöhler, Chrysi Taoussanis
intressante fassung^^
musiklaisch find ichs klasse.
Grubendrache 11 months ago