Franz Schubert (1797 - 1828)
Erlkönig D 328
Text: Johann Wolfgang von Goethe
Werner Güra, Tenor
Ensemble Orchestral de Paris
Laurence Equilbey
recorded live in Paris, Cité de la Musique, 25.05 2010
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er [hat]1 den Knaben wohl in dem Arm,
Er [faßt]1 ihn sicher, er hält ihn warm.
«Mein Sohn, was birgst du so [bang]2 dein Gesicht?» -
«Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?»
«Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.»
"Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
[Manch bunte Blumen sind an dem Strand]3,
[Meine]4 Mutter hat manch [gülden]5 Gewand."
«Mein Vater, mein Vater, und [hörest]6 du nicht,
Was Erlenkönig mir [leise]7 verspricht?»
«Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind:
In dürren Blättern säuselt der Wind.»
"Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und [wiegen und tanzen und singen]8 dich ein."
«Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am [düstern Ort]9?»
«Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.»
"[Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt]10;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt."
«Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein [Leids]11 getan!»
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält [in Armen]12 das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit [Müh']13 und Not:
In seinen Armen das Kind war tot.
Hmmm ... fabulous! Kind of reminds of someone ;-) Thanks! -b xo
oakroom48 1 year ago
@oakroom48 Yeah sounds a lot like DFD I agree :P
mutewoman 1 year ago