Uebergabe des Offenen Briefes junger Wissenschaftler und Unterstützer.
Update 5. März 2011: Damit der Hintergrund nicht in Vergessenheit gerät, verlinke ich hier zu einem der besten Texte über die Guttenberg-Sache, geschrieben von Lukas Heinser: http://www.coffeeandtv.de/2011/03/04/der-olprinz/
Und zum einen Tag, nach dieser Postzustellung erfolgten Rücktritt des Ministers analysiert Hans Hütt dessen Rücktrittsrede: http://www.reden-fuer-eine-neue-welt.de/?p=6853%E2%80%9C
Eine hervorragende Analyse des gruppendynamischen Prozesses liefert die FAZ: http://tinyurl.com/4thgy2f
Diese Texte sollten im digitalen Gedächtnis unbedingt erhalten bleiben, auf dass potentielle Wiedergänger fernbleiben.
TEXT ZUM MITZEICHNEN (inzwischen geschlossen): http://offenerbrief.posterous.com
Update 2. März: Die Demo und die Übergabe der ersten 23000 Unterschriften unter dem Offenen Brief der Doktoranden gehört jetzt zu einem Stück Politik- und Intrernetgeschichte: Die Intelligenz der Vielen stürzt jene, die ein Problem mit der Wahrheit haben und der eigenen Glaubwürdigkeit. Das "Durchregieren" innerhalb echter Demokratien wird künftig schwieriger, bis nahezu unmöglich. Berichte und Videos im Internet bleiben.
Gleichzeitig wird der Druck der jeweiligen Machthaber sich verstärken, "digitale Radiergummis", Depublizierungsvereinbarungen und Netzsperren per Gesetz einzuführen, um die politischen Folgen solcher und ähnlicher Videos zu verhindern.
Zu Guttenberg beibt mir nur noch zu sagen, dass er selbst in seiner Rücktrittsrede erneut versuchte, "die äusseren Umstände" und nicht sein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit für sein Scheitern verantwortlich zu machen. Psychoanalytiker und Strafrechtler kennen diese Argumentation bestens: Schuld sind immer die Anderen.
Update: Einen Tag nach dieser Übergabe: (1.März, 14:00 Uhr): Guttenberg tritt zurück.
Update 22:30 Uhr: Ich ändere zum dritten Mal den Titel und lass ihn jetzt so. Ich hoffe, Frau Merkel wacht innerhalb dieser Woche noch auf und entlässt diesen "Parteifreund" endgültig. Von ihm erwarte ich keine eigenen Schritte. Nichts mehr erwarte ich von ihm. Er gefährdet mit seinem Zögern nicht nur sich, sondern zieht alle mit hinein, die krampfhaft an ihm festhalten.
Dies bleibt für lange Zeit im kollektiven Gedächtnis.
Und dies ist der Unterschied zwischen Politik und Wissenschaft.
Update 20:00 Uhr: Ich erwartete ursprünglich, dass die Kanzlerin darauf anders reagiert, als bis zu diesem Zeitpunkt. Vielleicht hört sie in ihrer abgeschotteten Welt nur auf die falschen Berater?
Update 18:00 Uhr: Hier spricht das 'Kind': "Der Kaiser ist nackt!". Doch in der Neuaflage des stets aktuellen Andersen- Märchens* kümmert das die Verantwortlichen nicht. Vorhersagen lässt sich die Diskussion über die Folgen dieser Beratungsresistenz, aber auch erst dann, wenn sie eingetreten sind: Politikverdrossenheit, Misstrauen, Hohn und Spott. Für diese Analyse benötigt 'die Politik' auch keine Wissenschaftler. Jedenfalls keine Unabhängigen.
Traurig, wie man Deutschlands einzige Ressource verachtet.
Da mir die Reputation der aktuell durch wissenschaftsferne Menschen und Medien bedrohten Wissenschaft sehr am Herzen liegt, stelle ich dieses Video zur Bearbeitung und Nutzung zur Verfügung.
Das übliche Autoren-Honorar erwarte ich ausschliesslich von öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Medien.
NGOs, wissenschaftliche Institutionen und alle anderen private nichtkommerzielle Initiativen etc. dürfen das Material kostenfrei nutzen und nach Bedarf schneiden und remixen. Immerhin ist dies vielleicht ein geschichtsträchtiger Moment.
So oder so... ;)
Viel Erfolg!
*Hans-Chistian Andersen: "Des Kaisers neue Kleider"
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104% der BILD-Leser wollen dass zu Guttenberg weiter als Arzt praktizieren darf.
zitiere studivz user
ricozuares 1 year ago 6
@ricozuares , in der Schwarzwaldklinik ist ne Stelle frei
Lumdatalbahn 1 year ago