Südtirol - Weingartner für die Einheit Tirols

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Uploaded by on Aug 15, 2009

Südtirol - In seiner Festrede bekräftigt der ehemalige Nordtiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner den Willen für die Einheit Tirols.

TRUDEN - Am 7., 8. und 9. August 2009 feierte die Schützenkompanie Truden ihr 50-jähriges Wiedergründungs-Jubiläum. Der am Samstag geplante „Große Österreichische Zapfenstreich musste aufgrund des regnerischen Wetters ins Innere des Zeltes verlegt werden. Obwohl die Ehrenkompanie Sarntal die Generaldecharge aus diesem Grund nicht abfeuern konnte (in Festzelten und Gasthäusern ist das Tragen von Säbel und Gewehr strengstens untersagt), bot sie durch ihre Mitgliederstärke und ihr exaktes Auftreten ein beeindruckendes Bild. Am Sonntag fanden sich über 400 Schützen aus allen Landesteilen Tirols und auch aus Bayern in Truden ein. Gemeinsam marschierten sie zum Dorfplatz, wo Pfarrer Johann Tasser eine Feldmesse hielt. In seiner Predigt ermahnte er zur Glaubenstreue und wies darauf hin, dass sich die Schützen immer schon ohne Scham für den Glauben stark gemacht haben. Auch in der heutigen Zeit der schnellen Veränderungen sollte es nicht beim bloßen Lippenbekenntnis bleiben. Vor allem betonte er die Wichtigkeit der Aufgabe, Glaube und Kultur an die kommenden Generationen weiterzugeben. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der „Böhmischen aus Margreid ein Festival der guten Klänge. Einwandfrei auch die Salve der Ehrenkompanie Pfunds.

Dann kam der große Augenblick: Das Ehrenmitglied der Trudner Schützen, Landtagsabgeordnete Rosa Thaler hängte in der ehrenwerten Funktion als Fahnenpatin die Patinnenschleife an die neue Kompaniefahne und übergab sie somit ihrer Bestimmung. Ihre Worte „Schützen, das ist eure Fahne, ein Symbol für das, wofür ihr steht. Nachdem der Pfarrer die Segnung vorgenommen hatte, wurde die Fahne zum Fahnengruß zu den anderen Fahnen gebracht.

Es folgten die Grußworte des Bürgermeisters Edmund Lanziner. Anschließend sprach Bundesgeschäftsführer Elmar Thaler über das Thema Selbstbestimmung, auf die es nach wie vor hinzuarbeiten gilt, und lobte die Trudner Schützen für ihre Tätigkeit. Schließlich trat der Festredner, Altlandeshauptmann Wendelin Weingartner vor das Rednerpult. Er beschäftigte sich mit den letzten Gedenkjahren: 1959 stand die Feier noch unter dem Eindruck der faschistischen Unterjochung, 1984 war die Lage entspannter. Bei beiden Landesfestumzügen wurde jedoch das "Ein Tirol" gefordert. Heute halten viele die Wiedervereinigung Tirols für eine Utopie, er lasse sich aber diesen Wunsch nicht nehmen. Wer vom Gedanken der Einheit Tirols Halsweh bekommt, soll nach Truden kommen, der Kirchenpatron, der hl. Blasius, kann dabei bestimmt Abhilfe schaffen. Mit den Dankesworten des Hauptmannes und dem Abspielen der Landeshymne endete die Feier auf dem Dorfplatz. Es folgte der Abmarsch zum Festzelt, an den Ehrengästen wurde vorbeidefiliert.

Mehr unter http://www.schuetzen.com/html/news/treplies.asp?message=823

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