Sandau (Elbe): Glocken Kirche St. Laurentius/ St. Nikolaus

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Uploaded by on Aug 27, 2011

Die Kirche St. Laurentius / St. Nikolaus zu Sandau (Elbe) besitzt zwei wertvolle Barockglocken.

Glocke I: 1745 von Christian See gegossen, Nominal des'
Glocke II: 1699 von Otto Elers gegossen, Nominal es'

Die kleinere Barockglocke (Gewicht ca. 1,6 t) sowie eine Uhrschlagglocke mussten im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden, die größere Glocke (Gewicht ca. 2,2 t) blieb im Turm hängen.

Im April 1945 wurde die Stadt fast vollständig zerstört, nachdem eine in der Nähe stationierte Einheit der Waffen-SS die Übergabe unterbunden und einen amerikanischen Parlamentär erschossen hatte. Der damalige Stadtkommandant befahl die Verteidigung der Stadt bis zum letzten Mann. Am 13. April 1945 begann der zwölftägige Kampf um die Stadt. Die Kirche und vor allem der Kirchturm wurde am 16. April durch Artilleriebeschuß schwer zerstört. Die einzige Glocke stürzte vom Turm, überstand jedoch den Fall.
Am 25. April 1945 war die Stadt zu 80% zerstört und kapituliierte. Es erfolgte die Besetzung durch US-Truppen.

Das zerstörte Kirchenschiff konnte in den 1950er und 1970er Jahren wieder aufgebaut werden. In den Schallöffnungen des zerstörten Turmes wurden die Glocken wieder provisorisch aufgehängt.
Im Jahre 2002 begann der Wiederaufbau des Turmes. Der Förderverein ist weiterhin bemüht den Kirchturm vollständig wieder aufzubauen. Die Glocken werden dann wieder in einem neuen Glockenstuhl im Turm erklingen.

Weitere Informationen bietet die Internetseite des Fördervereins:
http://www.kirchturm-sandau.de

Leider war der Akku der Kamera leer, so dass nur eine kurze Aufnahme des Plenums möglich war.

Copyright:
http://www.glockenberatung.de

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Uploader Comments (campanologe)

  • Ja, das ist Glocken- und Zuhörerfolter auf höchster Stufe ... das kann nur besser werden!

  • @armrein In der Tat, schlecher geht es nicht von der Aufhängung, aber die Gemeinde weiß ja um den Umstand und baut fleißig weiter an ihrem Turm. So bleibt zu hoffen, dass die Glocken baldmöglichst erlöst werden.

  • Warum sind die Glocken so sehr gekröpft?

  • @Marienglocke Da die Glocken 1949 behelfsmäßig in die Schallöffnungen der Turmstümpfe gehängt wurden, hatte man Angst vor den Schubkräften beim Läuten an einem geraden Joch. Um die Einleitung der Kräfte in den Turm zu mindern, wurden stark verkröpfe Stahljoche gewählt.

  • Schade... das sieht traurig aus.

  • @sander1998 Das stimmt, aber es wird ja fleißig am Turm gebaut. Irgendwann werden dann die Glocken auch wieder in einem richtigen Holzglockenstuhl hängen.

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All Comments (14)

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  • Bin gespannt wie sich das alles Entwickelt. Habe mir noch in Infotext mal durchgelesen. Sehr traurige Geschichte. Da sieht man wieder was Krieg alles anrichten kann.

  • wauw

  • Hoffentlich bessert sich da was...

  • Man nehme den Deckel einer historischen Miele-Bottichwaschmaschine und einen alten Handfeger zum Draufschlagen, fertig ist das Dreiergeläut!

  • die aufhängung ist nur schrecklich

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