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Eberhard Diepgen: Berliner Politikerkanzel Nr. 8 "Was mich treibt"- Teil 3 der Rede

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Uploaded by on Oct 25, 2008

In der Reihe Berliner Politikerkanzel "Was mich treibt" sprach am 23. Oktober 2008 der Regierende Bürgermeister a.D. Eberhard Diepgen in der Zwölf-Apostel-Kirche zu Berlin-Schöneberg. Initiant der Reihe ist Miguel-Pascal Schaar.

Von den Arbeitern im Weinberg
1 Denn das Himmelreich gleicht einem Hausherrn, der früh am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen.2 Und als er mit den Arbeitern einig wurde über einen Silbergroschen als Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. 3 Und er ging aus um die dritte Stunde und sah andere müßig auf dem Markt stehen 4 und sprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. 5 Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe. 6 Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere und sprach zu ihnen: Was steht ihr den ganzen Tag müßig da? 7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt. Er sprach zu ihnen: Geht ihr auch hin in den Weinberg. 8 Als es nun Abend wurde, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und fang an bei den letzten bis zu den ersten. 9 Da kamen, die um die elfte Stunde eingestellt waren, und jeder empfing seinen Silbergroschen. 10 Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und auch sie empfingen ein jeder seinen Silbergroschen. 11 Und als sie den empfingen, murrten sie gegen den Hausherrn 12 und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, doch du hast sie uns gleichgestellt, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. 13 Er antwortete aber und sagte zu einem von ihnen: Mein Freund, ich tu dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir einig geworden über einen Silbergroschen? 14 Nimm, was dein ist, und geh! Ich will aber diesem Letzten dasselbe geben wie dir. 15 Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem, was mein ist? Siehst du scheel drein, weil ich so gütig bin? 16 So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.

Über den Redner:
Eberhard Diepgen, Jg. 1941, war von 1984 bis 1989 und von 1991 bis 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin. Der Rechtsanwalt wurde 1971 Mitglied des Landesvorstandes und 1983 Landesvorsitzender der CDU in Berlin. 1971 wurde er ins Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt, dem er bis 2001 angehörte. Von 1980 bis zu seiner Wahl zum Regierenden Bürgermeister 1984 und von 1989 bis 1991 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Eberhard Diepgen (born November 13, 1941 in Berlin) is a German politician of the CDU. He studied law at the Free University of Berlin. He was mayor of Berlin from 1984 to 1989 and from 1991 to 2001.

Eberhard Diepgen (nacido el 13 de noviembre de 1941 en Berlín) fue alcalde de Berlín de 1985 a 1989 y de 1991 a 2001 (entre 1989 y 1991 fue Walter Momper). Diepgen es miembro del partido político Unión Demócrata Cristiana de Alemania (CDU).

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