Rezitation: Gerd Wameling
Text:
Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.
Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut.
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
Geht unser Weg! o Vater, laß uns ziehn!
Bilder:
(in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Video)
George Owen Wynne Apperley- Ewiges Ideal
John William Godward -- Der Spiegel
Aubrey Beardsley -- Isolde
John Brett -- Sizilianische See
Friedrich, Caspar David: Huttens Grab
John William Godward - Antwort
Friedrich, Caspar David: Die Ruine des Klosters Eldena
Edward Burne-Jones -- Die Verkündigung
Edward Burne-Jones - König Cophetua und die Bettlerin
John Constable -- Waldlandschaft
Herbert James Draper -- Die Nymphe
Edward William Cooke -- Armenischer Convent
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein - Goethe
le plus beau poème de Goethe.
Ortouz 3 years ago 3