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02. SLAVES - Slaves Time (1966)

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Uploaded by on Jun 4, 2008

„Slaves Time b/w You are the only one" (Philips/339414 PF)

"Die Legende besagt, dass die SLAVES aus der Asche der VIENNA BEATLES, der ehemaligen Begleitband des Rock-N-Rollers Hannes Patek, im Sommer 1965 erstanden sind. Bereits ihre ersten Gigs führten sie in die wichtigsten Wiener Beat-Clubs, wie das „San Remo" (heute „Camera Club") oder das „Flamingo", wo sie sich mit ihrem international-orientierten Mix aus hartem R&B und Beat rasch die Reputation erarbeiteten, eine der besten Live-Bands der Stadt zu sein. Der Zürcher Konzert- und Boxpromoter Hansruedi Jaggi erkannte ihr Potenzial und nahm die Band, deren jüngstes Mitglied Karl Ratzer zu jenem Zeitpunkt gerade erst 15 war, unter Vertrag. Jaggi organisierte eine Menge SLAVES-Shows in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, bei denen er sie als „Beatband from Hell" ankündigte. Dies war sein Versuch, ein mystisches Band-Image zu kreieren, das darüber hinaus nicht nur das Redeverbot der Musiker in der Öffentlichkeit, sondern auch fiktive Lebensläufe für die einzelnen Mitglieder beinhaltete, die die SLAVES als kulturfeindliche Anarchisten präsentieren sollten. Die Schweizer Presse nahm das Geschenk bereitwillig an und textete beispielsweise im November 1965: „Die SLAVES sind r ichtige Zigeuner, die jahrelang durch Europa zogen und nur für ihre Musik leben; einige der Gruppe können nicht einmal lesen und schreiben." (‚Pop'-Magazin). Anfang 1966 nahmen sie drei Singles für das Label Philips auf, die allesamt rohsten Garagen-Punk enthielten und heute unter die außergewöhnlichsten und gesuchtesten interkontinentalen Sixties-Releases gereiht werden müssen. „Slaves Time", die A-Seite ihrer ersten Single, ist nicht nur die hymnische Selbstdefinition einer jungen, wilden Band, sondern auch die überdeutliche Artikulation eines neuen Lebensgefühls österreichischer Jugend: „We are better/ better than you/ feel alr ight/ all the time/ got loud music/ and long hair/ that's what we need/ that's slaves time!". Die Band spielte weiterhin viel in der Schweiz und teilte sich Bühnen mit bekannten Gruppen wie den KINKS, den LORDS oder den SEVENS. Im April 1966, am Höhepunkt ihres Erfolges, bot das britische Major-Label EMI-Columbia an, ein SLAVES-Album herauszubringen. Die Band flog nach London und die Platte war bereits aufgenommen, als sich die Bandmitglieder im Mai 1966 derart in die Haare gerieten, dass sich die SLAVES noch vor Ort auflösten. EMI hatte daraufhin keine große Lust, Geld für die Erzeugung und Vermarktung der LP zu bezahlen, da es das eigentliche Zugpferd, diese neue und außerordentliche Band ja nun nicht mehr gab, und ließ die Aufnahmen in ihren Archiven verstauben. Übrigens bis heute. Die Ex-SLAVES Lippy Behrends (Bass) und Herbert Radakovics (Drums) gründeten die R&B-Band THE SADS, die von der deutschsprachigen Musik-Presse bereits als das nächste große Ding abgefeiert wurde, sich aber bereits nach vier Monaten wieder auflöste. Radakovics stieg daraufhin bei der Wiener Beat-Band THE MIMES ein. Und Gitarrist Karl Ratzer -- Pseudonym: ‚Charly Ryder' -- formierte kurze Zeit später schon die nächste Teufels-Combo: THE CHARLES RYDERS CORPORATION."

-Al Bird Sputnik
("TRASH ROCK ARCHIVES, Part 1: Beat in Österreich - Die Sechziger Jahre, am Beispiel von 20 Beatbands und ihren 7" - Veröffentlichungen")

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Music

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All Comments (16)

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  • Where have you been all my life? This is the first time I listen to you but absolutely not the last. The 60's was an incredibly interesting period in the rock history. At that time a lot of bands around the world took their first step towards their musical dreams. Some became famous and some "left out" but a lot of them were very good. Check, for example, up THE ZETTLERS and their versions of "Skinnie Minnie" and "Beautiful Delilah". Super!!!!

  • En Suisse à l'époque c'était une découverte....

  • mega! ;o)

  • play in schaffhausen Kronenhof to:-)

  • yep they where a austrian band, but in switzerland the where sold as a ghost band from switzerland .. all their records came out on a swiss label, but they where way to brutal for the swiss marked, after a tour as suport for the sevens it was over.. :)

  • nun ich war in der damaligen Camera - damals hiess es San Remo - Charles Ryder Cooperation Richard Schönherz Rigoni Ratzer - na ja - nie will ich es vergessen

  • the slaves were an austrian band (around '67)  - and the guitar player is mr. karl ratzer - now more famous for his jazzy tunes.

    Happy Birthday to him - he's got 60 years old these days

    ... keep on keepin' on

  • With A Big Thank You! to Rolf at Feathered Apple Records in Switzerland for selling me an original of this KILLER 45!

    Cocoangelle

  • nuhey bin so einsam jemand evtl lust zu camen oder schreibn

  • mein lieblings song von der band ist "get out of my way" die b-seite von "panic".ein absoluter kracher geiler bo diddley rhytm a la pretty things und ein killer gesang.garage punk beat vom feinsten.........halleluja

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