2004 : Es war ein sonniger Tag im wunderschönen Kärnten beim berühmtberüchtigten Salamifest in Eberndorf. Plötzlich, es war um die Mittagszeit, tauchte Jörg Haider auf, wobei noch kaum einer darauf achtete. Haider ging nach vorne, schnappte sich das Mikrophon der Blasmusikkapelle, und -- zack -- mit dem ersten Satz hatte er die volle Aufmerksamkeit für sich. Er hielt auswendig eine minutenlange Stehgreifrede, danach standen die Kärnter und die Urlauber, seien es Deutsche. Österreicher usw. fast auf den Tischen. Das war Jörg Haider. 2005 in Klagenfurt: Am Landeshauptmannsitz steht eine kleine Kindergruppe vor dem Haus und blickt nach oben, wo ein lachender Jörg Haider vom Balkon minutenlang hinunterwinkt und sich Zeit nimmt, mit den Kindern zu scherzen. Das war auch Jörg Haider. Jörg Haider war eine einzigartige rhetorische Brillianz, gepaart mit dem Willen, sich mit dem Volk bis hinunter zum Seppl zu beschäftigen. Haider gab den Menschen das Gefühl, ein Übervater zu sein, der für jeden da sei. Haider füllte für jene die Lücke, denen so ein Mensch im Leben fehlt ...
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