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Geld für alle - Gibt es eine bessere Welt? 4 von 5

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Uploaded by on Feb 1, 2010

US-Staedte verwahrlost, Dubai pleite, Spekulanten im Gold- und Zinsrausch, Unternehmer in der Kreditklemme. Die deutsche Kanzlerin ist sauer auf ihre Banker, der Bundespraesident besorgt. Die Bad Boys agieren, die Bad Banks reagieren. Was hat sich seit der globalen Finanzkrise eigentlich geaendert - ausser, dass die Staaten unglaublich viel aermer geworden sind und die Schaffenden um ihre Jobs bangen? Warum scheinen alle nationalen und internationalen Regeln nicht zu greifen? Die Experten streiten ueber Folgen der Finanzkrise und ueber neue Chancen. Die Politiker laborieren an den Symptomen. Frage nur: Ist unser Finanzsystem im Kern ueberhaupt gut und funktional? Gehen wir mit unserem Geld richtig um? Und taugen Begriffe wie Wachstum und Arbeit noch als praktische Symbole fuer den Weg in eine bessere Welt? Die beiden ARD-Reporter und -Praesentatoren Tobias Schlegl und York Pijahn machen sich auf die Suche nach Alternativen. Gibt es realistische Moeglich- keiten, den Zyklus der Krisen zu mildern, gar zu sprengen? Dabei treffen sie zum Beispiel Goetz Werner. Der Unternehmer formte eine milliardenschwere Drogeriemarktkette und vertritt heute vehement das Bedingungslose Grundeinkommen: 1.500 Euro fuer jeden ohne Einschraenkungen von der Geburt bis zum Tod, denn heute leisten Maschinen so viel, dass jeder am Leben teilnehmen kann. Vision, Illusion, Spinnerei? Wohl kaum: Unter Titeln wie Grundeinkommen, Grundsicherung oder Buergergeld vereinen sich Politiker der Linken und SPD ebenso wie Vertreter der CDU und FDP. Und Finanzexperten haben nachgerechnet: Das Modell ist finanzierbar. Schlegl und Pijahn besuchen auch Christian Gelleri und Franz Galler, die Initiatoren von neuen, ergaenzenden Waehrungen wie dem Chiemgauer und dem Sterntaler in Bayern. Diese andere Waehrung soll nicht nur die regionale Wirtschaft foerdern, sie soll auch einen gesellschaftlichen und sozialen Beitrag leisten. Wie sieht das in der Praxis aus? Und was bringen solche Waehrungen tatsaechlich? Der fruehere belgische Zentralbanker und Hedge-Fonds -Gruender Bernard Lietaer haelt nur noch eine Waehrung fuer zukunftsfoerdernd, die allein die Produktion und den Konsum foerdert und regelt. Beispiele gefaellig? Mitten in der Weltwirtschaftskrise von 1929 schafften viele deutsche und oesterreichische Gemeinden neuen Wohlstand durch die Einfuehrung einer zweiten Waehrung. Und ohne eine Pflegewaehrung waere die japanische Altersversorgung wohl schon lange zusammengebrochen. Deshalb suchen und finden Tobias Schlegl und York Pijahn Antworten auf ihre Fragen nicht nur in Deutschland. Sie setzen sich mit anderen, existierenden Konzepten in Laendern wie Kuba oder den Vereinigten Arabischen Emiraten auseinander. York Pijahn reiste nach Dubai, weil in der islamischen Welt das Konzept des islamischen Geldwesens immer populaerer wird. Hierbei darf das Geld nicht fuer riskante und oft zweifelhafte Spekulationen benutzt werden. Die Investitionen muessen nachvollziehbar sein. Alle Partner sollen gemeinsam von ihnen profitieren. Zinslose Finanzierung: Beim islamischen Geldanlegen werden ethische Prinzipien vor den Profit gestellt, ein Prinzip, das einst auch im Christentum galt. Tobias Schlegl reiste nach Havanna. Dort wollte er erfahren, was die Regierung nach dem Ende des Sozialismus in der alten Welt gelernt hat. Eine neue Wirtschaftspolitik versucht die selbststaendigen Bauern zu foerdern und Eigeninitiative zu unterstuetzen. Oswaldo Martinez, der Vorsitzende des Wirtschaftsauschusses im kubanischen Parlament, gibt Auskunft ueber die neue Politik. Anhand selbststaendiger Bauern in Bayeros zeigt der Film die Auswirkungen. Ein alter, neuer dritter Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus? Auch andere Laender in Lateinamerika denken an einen Aufbruch. Die Dokumentation Geld fuer alle! Gibt es eine bessere Welt? zeigt unkonven- tionelle Ideen und praktizierte Modelle zur Krisenabwehr - jenseits der aktuellen Diskussion ueber Bankenaufsicht, Bonuszahlungen und transparente Finanzprodukte.

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