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Andreas Popp, IKS 2009 Teil 3

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Uploaded by on May 20, 2009

Andreas Popp, IKS 2009

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All Comments (11)

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  • Ich musste sie regelrecht überreden dennoch weiter zu lesen, wobei es immer abstruser von seiner Argumentation her wurde. Zum Ende hin wird das Buch zwar besser, aber nie richtig gut. Ich behaupte sogar, dass Herr Popp es eigentlich besser wissen müsste. Die Zitate und Beispiele die er bringt sind ausgezeichnet. Er versteht sie nur nicht richtig einzuordnen und in Zusammenhang zu bringen. Schade...

  • Er stellt in besagtem Buch drei Thesen auf, die er anschließend belegen will, jedoch Dank sehr guter Beispiele permanent widerlegt. Mir als Leser fällt das auf. Ihm als Autor nicht. Ich hab die Stellen daraufhin von einer Gruppe Leuten im Wirtschaftsseminar lesen lassen, um zu testen, wie andere das wahrnehmen und verstehen. Die Leute waren teilweise von der Widersprüchlichkeit des Buches regelrecht entsetzt und wollten nicht weiter lesen, weil ihnen das zu blöd war...

  • Ganz im Gegenteil. Er beteuert (z.B. im Buch "Der Währungscountdown" - was ich gerade lese) sogar mehrfach, dass er keineswegs gegen Geld ist. Er biedert sich diesbezüglich regelrecht bei seiner Leserschaft an, in einer Art vorauseilendem Gehorsam. Er macht dabei derartige Verrenkungen, katzbuckelt und bückt sich dermaßen, dass man meinen könnte, der Mann müsse sich dabei doch das Rückgrad brechen...unfassbar, ...kann man tatsächlich gelesen haben.

  • @spidermarcus

    Natürlich ist das Geld an sich das Problem, aber nicht allein weil es per Kreditsystem mit dem Zins verbunden ist (wenn schon, dann ist diese Vorstellung naiv, weil sie einen Widerspruch schafft - denn wieso konnte sich dann trotz Zinseszins überhaupt Kapitalismus entwickeln???), sondern weil es zu Kapital wird. Den Unterschied arbeitet Popp leider weder in Vorträgen noch in seinen Büchern heraus....

  • @Ameisenwelle tut mir leid. Da haben sie wohl nicht richtig aufgepasst.

    Zumindest was der Popp da am Geldsystem (sprich Zineszins und Schuldgeldsystem) erklärt, muss ich ihm eindeutig zustimmen! Das Geld an sich ist das Problem!.

    Das Geld nur der äußere Ausdruck der Arbeit ist, wie sie sagen... tja, das ist eben Wunschdenken! und obendrein etwas naiv.

  • ...das hätte bedeutet, das Wachstum wäre noch stärker ausgebremst worden als ohnehin schon. Popp jammert nur immer über das leistungslose Kapital, sieht aber nicht den Fehler im Kapitalismus als Produktionsweise an sich, sondern nur im Geld. Dabei ist Geld nur der äußere Ausdruck der Arbeit, genau wie die Krise der Arbeitsgesellschaft zur Krise des Geldes führt. Nie umgekehrt. Popp unterstellt stattdessen entgegen seiner Ausgangsbehauptung den Bankern negative Absichten.

  • Auch hier kann man deutlich seinen Erklärungsfehler erkennen. Es ist zwar richtig, dass Anfang der 70er unter Präsident Nixon der Goldstandard als materielle Deckung des Dollar abgeschafft wurde, aber Herr Popp sagt keinen Ton dazu, warum. Den Amerikanern blieb gar nichts anderes übrig damals. Nixon hat damit den Kapitalismus als gesellschaftliches Prinzip der Wirtschaft gerettet. Andernfalls hätte man die Geldmengen nicht erhöhen können...

  • ...und das leistungslose, schlechte, raffende Kapitals in der Finanzwirtschaft andererseits. Woher kennen wir dieses Muster? Richtig, aus den 20er/30er Jahren des 20.Jahrhunderts, aus der Weimarer Republik und der Nazizeit. Deshalb wird das auch als "struktureller Antisemitismus" bezeichnet. Er betont, dass immer mehr Geld "reingeblasen wird", verliert ansonsten aber kein Wort über das Warum. Dass es sich dabei selbst um eine Reaktion auf die Krise handelt, blendet er komplett aus.

  • Hier wieder das gleiche Hin und Her. Richtig ist, dass das Zuviel an Geld problematisch wird und den Wert des Geldes an sich zerstört. Falsch ist seine Erklärung aber dennoch, weil entscheidend ist hingegen das, was er nicht sagt, nämlich warum die Geldmengen weltweit erhöht werden. Dazu verliert er kein Wort, sondern unterstellt nur den "Drahtziehern im Hintergrund" böse Absichten...er bedient also das Erklärungsmuster des guten, schaffenden Kapitals in der Realwirtschaft einerseits...

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