Seit dem vorigen Jahrhundert werden im Obst-, Wein-, Gemüse-, Hopfen- und Kartoffelbau verschiedene Kupferverbindungen angewendet. Kupfersalze werden z.B. gegen Pilzkrankheiten wie Falscher Mehltau und Schorf oder Krautfäule eingesetzt. Da Böden auch Kupfermangel aufweisen können, wird mit Kupfer gelegentlich auch gedüngt.
Kupfer ist ein weit verbreitetes Mittel gegen Pilzkrankheiten. Auch im biologischen Anbau wird es insbesondere im ökologischen Wein-, Gemüse-, Obst-, Hopfenanbau angewandt.
Bei Säuglingen kann ein erhöhter Kupfergehalt (beim Trinkwasser über 10 mg/ l) zu Leberschäden führen. Daher dürfen für Hausbrunnen keine Kupferrohre eingesetzt werden, wenn deren Wasser einen ph-Wert unter 7,3 aufweisen. In keinem weiteren Lebensmittel sind solch hohe Kupfergehalte zu finden. Kupfer ist nicht mit den Schwermetallen Cadmium und Quecksilber vergleichbar. Diese beiden sind für die Umwelt und den Menschen hoch giftig, während Kupfer ein Spurenelement ist, das für Pflanzen, Menschen und Tiere essentiell ist.
Kupfermittel sind nicht bienengefährlich, können sich jedoch - in großen Mengen eingesetzt - im Boden anreichern. Wassertiere und Kleinlebewesen reagieren dabei sehr empfindlich auf Kupfer. Ein völliger Verzicht auf Kupferpräparate ist im ökologischen Wein-, Gemüse-, Obst-, Hopfen- und Kartoffelbau derzeit nicht möglich, da ausgereifte Alternativen noch nicht zur Verfügung stehen.
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