Uploaded by StatementBerlin on Mar 5, 2009
Von 1977 bis 1994 war Martin Kruse Bischof der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, bis 1991 in der West-Region, danach für die gesamte Landeskirche. Außerdem war er von 1985 bis 1991 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Seit 1994 lebt er im Ruhestand in Berlin. Sein Nachfolger im Bischofsamt wurde Wolfgang Huber.
Siehe auch:
http://www.ekd.de/ratsvorsitzende/kruse.html
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P.S.: Und vielen Dank an den Jacken-Mann im Hintergrund für den spontanen Auftritt. Sicher war die Kamera zu klein, daher konnte er nicht wissen, dass er so diskret ins Bild läuft.
EKBO-Pressemitteilung vom 17.4.2009:
Altbischof Dr. Martin Kruse feiert 80. Geburtstag
Empfang am 21. April 2009 mit zahlreichen Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft
Am Dienstag, dem 21. April 2009, feiert Altbischof Dr. Martin Kruse seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass laden die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser zu einem Empfang für geladene Gäste in das Martin-Luther-Krankenhaus, Caspar-Tehyß-Str. 27-31, 14193 Berlin, ein. Bischof Dr. Wolfgang Huber wird die Andacht halten und Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker wird mit einer Lesung aus seiner Biographie „Vier Zeiten an die friedliche Revolution und den Weg zur deutschen Einheit 1989/90 erinnern.
Aufgewachsen im Emsland, wurde der Sohn eines lutherischen Pfarrers 1976 zum Nachfolger von Kurt Scharf als Bischof der damaligen West-Region der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg gewählt und trat im folgenden Jahr sein Amt an. Von 1991 bis 1994 hatte Kruse das Bischofsamt für die gesamte Landeskirche inne. Kruses Amt als Bischof wurde wesentlich bestimmt durch die Teilung der Stadt, aber auch durch innerkirchliche Konflikte und Konfrontationen. Denkwürdig ist ein Brief aus dem Jahr 1981, in dem er der Politik zum Problem der Hausbesetzungen empfahl, nicht nur die Wohnungsprobleme zügig zu lösen, sondern auch die Rechtsordnung so weiter zu entwickeln, dass Formen alternativer Lebensgestaltung eine legale Basis erhalten würden.
Der „Pfarrer mit besonderem Auftrag, wie Kruse sich selbst gelegentlich nannte, übernahm zusätzlich gesamtkirchliche Aufgaben. Von 1979 bis 1991 gehörte er dem Rat der EKD an. Ab 1985 stand er als dessen Vorsitzender für sechs Jahre an der Spitze des Rates der EKD. Als Mitglied des Zentral ausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen setzte er sich nachdrücklich für die Ökumene ein.
Vor seiner Wahl zum Bischof hatte Kruse zunächst als Studienleiter für Jugendsozialarbeit an der Evangelischen Akademie Loccum gearbeitet und zugleich Gemeindedienst versehen. Anschließend leitete er das Predigerseminar in Loccum. An der Heidelberger Universität promoviert, wurde Kruse 1970 Landessuperintendent der Hannoverschen Landeskirche für den Sprengel Stade.
Auch im Ruhestand übernahm Kruse, ausgezeichnet mit der Stadtältestenwürde in Berlin, zahlreiche Aufgaben. Er war Vorstandsvorsitzender der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg und gestaltete mehre Jahre die Arbeit der Berliner Kircheneintrittsstellen mit.
Von 1995 bis 2005 wirkte Martin Kruse als Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender für den Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser (VzE). Der VzE und seine Einrichtungen standen in dieser Phase vor einem tief greifenden Modernisierungsprozess. Unter Kruses Moderation gelang es, wichtige Beschlüsse zur Umstrukturierung des VzE zu fassen und diesen mit seinem Bekenntnis zur christlichen Krankenhauskultur als diakonisches Unternehmen zu einem festen Bestandteil des Berliner Gesundheitswesens zu entwickeln. Gegenwärtig sind in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen des VzE an Standorten in Berlin und Sachsen-Anhalt über 4.000 Mitarbeitende tätig.
Berlin, den 17. April 2009"
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