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Köln: Einsturz Historisches Stadtarchiv - Bergungsarbeiten gefilmt vom Dach des F.W. Gymnasiums

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Uploaded by on Mar 8, 2009

Am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln als Folge unterirdischer Bodenbewegungen ein. Gleichzeitig stürzten zwei benachbarte Wohngebäude ein und rissen zwei Menschen in den Tod. Unter Lebensgefahr hatten sowohl Bauarbeiter aus der Baugrube als auch der Haustechniker und
die Aufsicht des Lesesaals des Historischen Archivs Besucher und Mitarbeiter des Archivs und auf der
Straße befindliche Passanten vor dem absackenden Untergrund warnen können und hatten auf diese Weise
über 30 Personen, die sich im Historischen Archiv befanden das Leben gerettet. Das Unglück forderte zwei Todesopfer, den 17-jährigen Auszubildenden Kevin und den 23-jährigen Geschäftsmann Khalil. Beide wohnten im Haus Severinstraße 230. 47 Haushalte aus den benachbarten Häusern, die im Laufe der nächsten
Stunden und Tage abgerissen werden mussten, verloren ihre Wohnungen. Wertvollste Dokumente,
Urkunden, Siegel, Noten, komplette Privatarchive, Zeugnisse aus mehr als 1000 Jahren schriftlich dokumentierter Kölner Stadtgeschichte vermischten sich mit dem Schutt der eingestürzten Wände, Dächer und
Geröll und fielen teilweise bis in eine Tiefe von zehn Metern unterhalb der Grundwasseroberkante.
Im Fokus der öffentlichen Diskussionm stehen derzeit, ein Jahr nach dem Einsturz des Stadtarchivs, die Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit den Baustellen. Arbeiter aus dem von den Firmen Bilfinger Berger, Züblin und Wayss & Freytag verantworteten Baustellenbereich sollen Bauprotokolle gefälscht und die vorgesehenen Stahlbügel nicht verbaut, sondern gestohlen und an einen Schrotthändler verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft Köln hat entsprechende Ermittlungsverfahren aufgenommen.

Das Video zeigt Bergungsarbeiten vom 7.3.2009, vier Tage nach der Katastrophe.
www.historischesarchivkoeln.de

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Top Comments

  • unfassbar, da fehlen einem die worte...

  • Zynismus,Sarkasmus und Streitereien sind jedenfalls in Anbetracht dieser unglaublichen Katastrophe nicht angebracht. Dank und höchste Anerkennung an die vielen Hilfskräfte und die breite Solidarität der Kölner Bevölkerung und aus aller Welt. Nun liegt es an uns, den Kölnern, den Betroffenen zu helfen. Ein Spendenkonto ist bereits eingerichtet. Und es wird viel, sehr viel Geld benötigt !

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All Comments (11)

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  • @koelsch69  und obwohl mindestens 2 Menschen getötet wurden und ein unermeßlicher Sachschaden verursacht wurde - passiert NICHTS !!!

    Im 4. Jahr nach der größten kulturellen Katastrophe nach dem 2. Weltkrieg

    wurde keiner der - hochrangigen - Verantwortlichen in Politik, Stadt , KVB oder Baufirmen angeklagt -

    WIE LANGE NOCH ??

  • Ich war in Köln am einsturzort.Wir haben die gebrochenen GAS- und WASSERLEITUNGEN abgesperrt und getrennt. Bilder wie im Krieg !!!

  • @JuanArtistPintor

    WANN werden endlich die Schuldigen angeklat und verurteilt ?

    Es starben duch Unfähigkeit 2 junge menschen und der Schaden beträgt über 5 000 000 000 Euro,

    jeder Kartoffeldieb wäre längst besrarft, aber wenn Konzerne und Beamte SCHULDIG wurden passiert - NICHTS !!!

  • ... was sag ich? Vor zwei Jahren natürlich ....

  • Heute, 18.03.2011, drei Jahre nach "Köln", schauen wir auf Japan. Die Worte fehlen zu beiden Katastrophen, sowohl was die Naturgeheimnisse als auch die menschliche Schlamperei und Überheblichkeit betrifft. Was in Jahrhunderten aufgebaut und bewahrt wurde - in einem Moment zerstört. Natur und Mensch scheinen sich nicht wirklich vertragen zu wollen..

  • Wäre das mit der GEZ Zentrale passiert hätte ich mich gefreut

  • @Fadschrlast

    ... nun hört man nichts mehr von einem Prozeß. 2 Menschen kamen fahrlässig zu TODE ein Schaden im MILLIARDENbereich..... jeder Rotlichtsünder wird schneller und entschlossener geahndet und hier:

    Zu viele Klüngelfründe dabei ???

  • Aus einem Nachrichtenmagazin im Februar 2010 :

    Es liegen uns Unterlagen der Kölner Staatsanwaltschaft vor, die neben der ARGE auch den Bauherrn in Bedrängnis bringen. Entgegen allen Regeln übten die Kölner Verkehrsbetriebe am Waidmarkt und am Heumarkt selbst die Bauüberwachung aus. Nach Aussagen etlicher Bauarbeiter „war faktisch keinerlei Bauaufsicht vor Ort. Eigentlich sei dies überall auf den jeweiligen Baustellen gewesen, berichtete etwa am 22. Juni 2009 ein Zeuge der Polizei.

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