Dramatik -- zu jedem guten Theaterstück gehört das dazu. Aber das Stadttheater Pforzheim spielt in dieser Spielzeit ein Drama, dessen Hauptdarsteller weder textsicher, stuben -- pardon bühnenrein, noch überhaupt schauspieltauglich sind. Das ist das Bühnenbild der Freilichtbühne: Ein verlassenes Nest. Es ist die Szenerie für einen weiteren Handlungsverlauf voll von Action -- mit wahnwitzigen Stunts. Über diesen Mauervorsprung werfen sich die Hauptdarsteller todesmutig zehn Meter todesmutig in die Tiefe. Unten wartet eine Sekretärin, Heidi Rubel. Und die benutzt die Schauspieler als Handwärmer.
Oton Heidi Rubel, Enten-Ersatzmutter
Eine Entenmutter, die nicht weiß, dass ihr Nachwuchs noch nicht fliegen kann. Herr je, wie steht es um diese Welt. Das traurige Stück, in dem diese gefiederten Actionhelden auftreten, könnte heißen: „Fünf flogen übers Entennest" oder „Aus heiterem Himmel -- Wenn flügellose Enten landen üben."
O-Ton "Das ist fünfte Mal in Folge..."
Oh wie süß! ... Aber mal im Ernst: Wenn jedes Jahr die Mutter ihre Kinder sitzen lässt und diese dann deluxe aufgepäppelt werden? Da steckt doch Kalkül hinter? Ein Verdacht zwingt sich auf: Die Enten-Mama ist eine asoziale Sozialschmarotzer-Enten!
O-TON "Futter..."
Na, dann bleibt nur zu hoffen, dass die kleine Entchen nicht mit der Computermaus verwechselt werden. Nur dann gib's ein happy Entchen.
SCHÖN
Micheltheguitarplaye 4 years ago