In der Nacht vom 3. auf den 4. März 2004 zerstörte ein Feuer fast die Hälfte des serbischen Kloster Chilandariou. Dabei wurden wertvolle Wandmalereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert ein Raub der Flammen. Viele Ikonen, Handschriften und Fresken konnten zwar gerettet werden, dennoch beziffert sich allein der materielle Schaden auf nahezu 20 Millionen Euro, vom ideellen gar nicht erst zu reden. Zudem mußten die
Mönche das Kloster verlassen, da die Anlage durch das Feuer bis zur Hälfte zerstört wurde. Serbien und die serbisch-orthodoxe Kirche wollen das Kloster allerdings restaurieren. Das Katholikon und die Trapeza im südlichen Anlagenteil blieben von jenem Brand verschont. Auch die Reliquien des Klosters konnten offensichtlich noch rechtzeitig vor dem Feuer
gerettet werden. Darunter ein Splitter vom Kreuz Christi, ein Stück des Schilfrohres, mit dem Jesus der mit Essig getränkte Schwamm gereicht wurde, sowie das Grabtuch des Gekreuzigten (wenngleich es in Turin noch eins gibt).
Ebenso noch vorhanden sind über 20.000 Druckwerke und annähernd 1.000 Handschriften als auch über 400 Originalurkunden, die die Geschichte des Klosters bezeugen.
Link to this comment:
All Comments (1)