Erzbischof Michael Fitzgerald, päpstlicher Nuntius in Ägypten, spricht mit h2onews von Sydney aus über die momentane ökumenische Sicht am Weltjugendtag08.„Ich denke, das ist eine exzellente Initiative. Es scheint mir sehr wichtig, dass diese Dimension in den Weltjugendtag gebracht wird, denn sie ist überhaupt eine Dimension für die Christen heutzutage."Er erklärt, dass sich der Dialog mit Anhängern anderer Religionen nicht auf groß angelegte offizielle Veranstaltungen beschränken darf, sondern eine Lebensweise für Katholiken werden muss.„Es muss nicht immer die Schlagzeilen erreichen. Es muss nicht andauernd der Weltjugendtag sein. Es können sehr einfache Dinge sein. Menschen, die in der Nachbarschaft zusammenkommen, um sich gegenseitig kennenlernen, die Feiertage der Anderen mitzufeiern und sie zu unseren Festen einzuladen." Dialog bestehe nicht in einem Kompromiss inhärenter Lehrmeinungen, sondern sei vielmehr eine Haltung von Offenheit und gegenseitigem Respekt.„Es besteht teilweise die Angst, dass du, indem du Menschen anderer Religionen die Hand reichst, damit den eigenen Glauben verwässerst. Aber das ist nicht der Fall. Ein gutes Beispiel dafür ist Papst Johannes Paul II...."Nach dem Erzbischof, dem früheren Vorsitzenden des päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog, ist die Interaktion von Buddhisten, Muslime und Christen aller Konfessionen am Weltjugendtag sehr positiv.„Je mehr wir zusammenkommen, je besser wir uns gegenseitig kennen lernen, und je mehr wir zur Zusammenarbeit bereit sind, umso besser ist es."
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