Rabenplakat der SVP und das Wesen des Vogels erklaert auf Schweizer Radio DRS.
sf drs:
9. Januar 2009, 12:56
Vogelfreunde picken auf SVP ein
Raben-Plakate beschädigen Vogel-Image
Auf den SVP-Plakaten gegen die Personenfreizügigkeit nehmen drei listige Raben die kleine Schweiz in den Schnabel. Dies gefällt dem Schweizer Vogelschutz (SVS) gar nicht. Der Verein startet darum eine Raben-Image-Kampagne.
Die SVP habe den Rabenvögeln mehrere falsche Wesenszüge untergeschoben. Nun wolle man das Image der Raben mit Fakten wiederherstellen, sagte SVS-Geschäftsführer Werner Müller auf Anfrage. «Wir möchten verhindern, dass die Raben im Volksmund plötzlich als verschlagen und aggressiv gelten.»
SVP-Idee auch inhaltlich falsch
In den kommenden Wochen wird der SVS deshalb Porträts von Rabenvögeln an alle Schweizer Medien verschicken. Dies teilte der SVS mit. Den Anfang macht der SVS mit dem Kolkraben, danach soll auch der gute Ruf von Rabenkrähe, Saatkrähe, Nebelkrähe sowie der Turm- und Alpendohle wieder hergestellt werden.
Dass die SVP mit Raben gegen die Personenfreizügigkeit antritt, findet Müller auch inhaltlich unglücklich. «Raben sind gar keine Zugvögel, sondern sehr standorttreu», sagte er. «Es werden also sicher keine rumänischen Kolkraben in die Schweiz kommen.»
Ein Vogel, der gern «schlittelt»
Der Kolkrabe sei sehr intelligent, lern- und anpassungsfähig und ausserdem ein geschickter Flugakrobat, schreibt der SVS. Insbesondere bei seinen Balzflügen vollführe er waghalsige Loopings.
Finden sich zwei Tiere, bleiben sie meist ihr ganzes Leben lang zusammen. Mit einer Grösse von gut 60 Zentimetern ist der Kolkrabe der grösste Singvogel überhaupt, auch wenn sein charakteristisch tiefer «Korrk-korrk»-Ruf nur entfernt als «Gesang» bezeichnet werden kann. Raben gelten als sehr verspielt.
Laut SVS wurden diese Vögel schon oft beim Herumtollen im Schnee und beim Herunterrutschen von Hängen und Sanddünen beobachtet. Auch das Kopfüberhängen und Schaukeln an Ästen bereitet ihnen grosse Freude. Mit ihrer Intelligenz schaffen sie es zudem, Äste als Werkzeuge einzusetzen, um an Nahrung zu gelangen.
Bestand erholt sich wieder
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde der Kolkrabe in der Schweiz fast ausgerottet.
Er habe als Schädling gegolten und sei rücksichtslos verfolgt worden, weil er gelegentlich geschwächtes Jungwild überwältige. Seit den 50er-Jahren hat sich der Bestand aber wieder erholt.
(sda/from)
30. Dezember 2008, 12:05
Letzte Aktualisierung: 31. Dezember 2008, 4:24
SVP setzt auf Raben statt Schafe
Nein-Kampagne zur Personenfreizügigkeit lanciert
Die SVP hat etwas mehr als einen Monat vor der Abstimmung zur Personenfreizügigkeit den Startschuss für ihre Nein-Kampagne gegeben. Die Partei setzt mit dem Slogan «Freipass für alle?» auf das Thema Ausländerkriminalität.
Jeder könne sich im Rahmen der Personenfreizügigkeit in der Schweiz niederlassen und hier seine kriminelle Energie entfalten, sagte SVP-Präsident Toni Brunner vor den Medien in Bern.
Paketlösung nicht tolerierbar
Dem Nein-Komitee der SVP gehören 30 Nationalräte sowie alt Bundesrat Christoph Blocher an. Das Plakat zeigt drei Raben, die auf die Schweiz einhacken. Die SVP begründet ihre Haltung auch mit der Paketlösung, die das Parlament für die Abstimmung beschlossen hatte.
Die Weiterführung der Personenfreizügigkeit und die Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien kommen in der gleichen Frage zur Abstimmung. Auf zwei Fragen sei somit nur eine Antwort möglich, hält die SVP fest.
Zickzack-Kurs offenbart Graben
Bei der Personenfreizügigkeitsabstimmung ist sich die SVP allerdings nicht einig. Im November hatte der Thurgauer Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler mit 24 SVP-Parlamentariern des Wirtschaftsflügels ein Ja-Komitee gegründet.
Sie befürchten, bei einer Ablehnung würde die Schweiz isoliert und aus dieser Situation gezwungen, der EU beizutreten. Die SVP-Delegierten hatten Ende November die Nein-Parole zur Abstimmung deutlich mit 432 zu 45 Stimmen beschlossen.
Befürworter schon länger am Ball
Damit kehrte die Partei zu ihrer anfänglich ablehnenden Haltung zur Personenfreizügigkeit zurück. Die Partei hatte zunächst trotz gegenteiliger Ankündigung auf ein Referendum verzichtet.
Der offizielle Startschuss zur SVP-Kampagne fällt spät. Die Befürworter, zu denen alle übrigen grossen Parteien und vor allem die Wirtschaftsverbände gehören, begannen ihre Kampagne bereits im vergangenen Juni.
(sda/from)
Man hätte dieses Interview ruhig politischer gestalten können...
Haightz 3 years ago 3
Klar NEIN am 8.Februar!!!
ichbinnochda 3 years ago 2