Das Aargauer Kunsthaus Aarau hat 2010 mit Mitteln des Aargauischen Kunstvereins und einem Beitrag des Bundesamtes für Kultur die Installation Wirtschaftslandschaft Davos von Thomas Hirschhorn erworben. Künstlerisch und inhaltlich bereichert der Ankauf die Sammlung dieses Museums für Schweizer Kunst aufs Schönste.
In dem grossen begehbaren Panorama thematisiert der Künstler die Verwandlung des Bergortes Davos, der vom sonnenbeschienenen, beliebten, in die Literatur und die Kunstgeschichte eingegangenen Kurort ur international für Schlagzeilen sorgenden, krawallgebeutelten Hochsicherheitszone während des Weltwirtschaftsforums mutiert. Auf eigenwillige Weise setzt Thomas Hirschhorn in seinen Arbeiten immer wieder ‹arme› Materialien ein sowie allerlei Waren vom Flohmarkt und aus Billigläden und er integriert Bücher und Schriftstücke, die rings um das Thema der Arbeit kreisen.
Thomas Hirschhorn verdankt seinen Ruf der politischen Dimension seines Werkes und dem kompromisslosen Aufgreifen von gesellschaftlichen Themen. Provokative Themen bestimmen massgeblich seine künstlerische Strategie. 2011 wird er die Schweiz an der Biennale in Venedig vertreten.
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