Erd- und Evolutionsgeschichte als Erlebnis
Tropische Urwälder, Wüsten, Eiswälder, Flachmeere und tiefe Ozeane: Ständig haben sich Landschaften im Laufe von hunderten von Millionen Jahren verändert. Und das irdische Leben: Über fast 4 Milliarden Jahre hat es sich fortwährend angepasst und bedeutende Krisen und Einschnitt überstanden, um das zu werden, was es heute ist.
Über drei Viertel der Lebensgeschichte waren Mikroorganismen die entscheidenden biologischen Umweltgestalter. Uns heute scheinbar vertraute Lebensgemeinschaften waren früher oft völlig anders zusammengesetzt, als wir das heute kennen: Es gab Wälder mit ganz anderen Baumtypen und Riffe, die keine Korallenriffe waren. Nicht alles, was wie ein Krokodil oder ein Delphin aussieht, ist auch ein Krokodil oder ein Delphin gewesen. Immer wieder haben ähnliche Umweltbedingungen ähnliche Lebensformen hervorgebracht.
Das alles zu zeigen, und die Urzeit als Erlebnis lebendig werden zu lassen, ist mehr, als einen „Dinosaurierpark zu bauen. Durch atemberaubend naturgetreue Landschaften der Erdgeschichte zu wandern und Erdgeschichte mit allen Sinnen erleben zu können: Dazu dient das Praehistorium.
Es sind Geräusche, Gerüche, Tageszeiten und Lichtstimmungen, die Dramatik herabstürzendender Wassermassen, bewegliche Seeskorpione und wirklichkeitsnah rekonstruierte Pflanzengesellschaften, die das Urzeit-Erlebnis in Gondwana das Praehistorium ausmachen. Die Urzeit war eben mehr, als die Zeit der Dinosaurier-Riesen. Sie war auch die Zeit lange vor und nach den Dinosauriern, in der sich die Vielfalt des Lebens, wie wir es heute kennen, schrittweise herausgebildet hat. Sie war die Zeit der Klimawechsel, der Tropenhitze und der Kälte, der feuchten Schwüle und der Wüsten-Trockenheit. Und sie war die Zeit der Entwicklungskrisen und Massenaussterben, die Katastrophen und, zugleich, wichtige Motoren der Evolution waren.
Sehr schöne Animationen! Den T-Rex habe ich auch ;-)
GuardianPictures 1 year ago