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Sozialismus 4/5

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Uploaded by on Dec 13, 2008

"Kann der Mensch die Geschichte selbst in die Hand nehmen?", fragt Günter Gaus den Rudi Dutschke in einem in der Zwischenzeit als "legendär" verstandenen Fernsehinterview vom 3. Dezember 1967 und Rudi Dutschke antwortet, ohne lange zu überlegen: "Er hat sie schon immer gemacht. Er hat sie bloß noch nicht bewusst gemacht. Und jetzt muss er sie endlich bewusst machen."
Ein denkwürdiges Interview, welches Günter Gaus mit dem damaligen Studenten Rudi Dutschke führte. Rudi Dutschke, Jahrgang 1940, Mitglied der sozialistischen Studentenbewegung, nimmt Stellung zum parlamentarischen System, zu den Instrumenten der "Herrschaft", zur NPD, zur Nato und zur Religion. Dagegen setzt er seine Vorstellungen einer freien Gesellschaft: Organisationen ohne Berufspolitiker, ohne "Apparat", bewusste Kontrolle der Geschichte durch die Menschheit. Günter Gaus stellt Fragen zur sozialistischen Studentenbewegung und zu Dutschkes Revolutionsbegriff.
Rudi Dutschke galt als herausragende Persönlichkeit der deutschen 1968er-Bewegung. Der Soziologiestudent engagierte sich als Mitglied des Sozialistischen Studentenbundes (SDS) gegen die große Koalition von CDU/CSU und SPD. Er faszinierte durch rhetorische Fähigkeiten und eine ausgeprägte ideologische Festigkeit.
Er nahm am Hungerstreik für den festgenommenen Kommunarden Fritz Teufel teil und beteiligte sich an einer öffentlichen Diskussion mit dem Sozialwissenschaftler Herbert Marcuse. Dutschke gestaltete auch die Anti-Springer-Kampagne mit, die die Enteignung des Verlagshauses von Axel Springer zum Ziel hatte, dessen umstrittener Boulevard-Journalismus als Haupthindernis für gesellschaftliche und politische Erneuerungen galt. Doch distanzierte sich Dutschke klar von terroristischen Anschlägen, die er als "Zerstörung der Vernunft" bezeichnete. Von einem Attentat, bei dem er 1968 verletzt wurde, erholte sich der unbequeme Intellektuelle nie: Dutschke verstarb mit nur 39 Jahren an den Spätfolgen.

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Top Comments

  • es ist erschreckend wie aktuell diese aussagen noch sind und wie dringend eine solche revolution immer noch notwendig wäre!

  • Rudi ist unser Vordenker!!!!!!!!!!!!!

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All Comments (58)

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  • @DerwahreNesstor Du hättest ja die sachliche Diskussion mit ihm beenden können.

  • @superbaum scheint ne harte nacht gewesen zu sein

  • @joaquinveyron Ich geh erstmal arbeiten, antworte dir morgen abend/nacht. bis denn

  • @superbaum

    Übrigens nach der Mehrwerttheorie wie jemand wie Michael Schumacher "ausgebeutet", weil Ferrari sich doch erdreistete zu seinen 80 Mio. Einkommen noch einen Gewinn draufzuschlagen, während eine Putzfrau, die selbstständig arbeitet und die man mit 5 EUR die Stunde bezahlen würde, nicht ausgebeutet wird, da sie ja den "Warenpreis" zu 100 % bekommt. Great Success!!

  • @superbaum

    "Ausbeutung der Arbeitskraft "

    Ja, ich weiß Linke würde es vorziehen, wenn die Arbeite Löhne bekämen wie im Kommunismus bekämen, die um den Faktor 20 niedriger sind. Im Falle Chinas liegt dieser Faktor bei 60!

  • @superbaum

    uuuuiii ... die sog. "Mehrwerttheorie" wodurch Marx schon wieder einmal zeigt, dass er von Wirthschaft nichts versteht. Kind, natürlich gibt es einen Mehrweit, den nennt man Gewinn, der

    1) legitime Kapitalkosten beinhaltet

    2) das Risiko/Komplexität des Marktes widerspiegelt

    3) den Wert des kreativen/prduktiven/zielgeric­hteten Umwandlungsprozess darstellt, bei dem Arbeit nur EIN Inputfaktoor ist.

  • @joaquinveyron "Unternehmer amoralisch seien, nur weil" Die Kritik am kapitalistischen Unternehmen ist die Ausbeutung der Arbeitskraft durch Vorenthalten des Mehrwerts, der aus der Arbeit entsteht und nicht 100% an die Arbeitskraft abgegeben wird. "Profs eben linken Wunschdenken anheim" Es sind allgemeine Tatbestände, wie etwa Abitur in 12 Jahren, PISA, etc.; eine Entwicklung die den Menschen nurmehr als Arbeitskraft sieht.

  • @superbaum Für Linke ist ja eh das einzige Kriterien, dass über Erfolg im Leben entscheidet, der Zugang zu Kapital, was nicht falscher sein könnte und nur eine Ausrede für eigene Versäumnisse. Es ist doch auch eine einfache Lebenslüge, dass man sagt, dass Unternehmer amoralisch seien, nur weil Linke nicht das im Leben zustande bringen was andere.

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