Podiumsdiskussion am 4. Oktover 2011 in Frankenberg/Sa. Mit Prof. Dr. Eckard Jesse, Lehrstuhl für Politische Systeme, Politische Institutionen an der TU Chemnitz, Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Gerhard Besier, Lehrstuhl für Europastudien an der TU Dresden und Sprecher für Hochschul- und Wissenschaftspolitik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag und Prof. Dr. Wolfgang Wippermann, Lehrstuhl für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin
Moderation: Susanna Karawanskij, Politikwissenschaftlerin, Leipzig
Die Extremismus- bzw. Totalitarismustheorie erlebt seit den 1990er Jahren einen neuen Aufschwung. Dabei ist sie in der Wissenschaft höchst umstritten. Die Annahme, "Rechtsextremismus" auf der einen sowie "Linksextremismus" auf der anderen Seite hätten viele Gemeinsamkeiten und seien nur unterschiedliche Ausformungen eines "extremistischen" Kerns, wird von zahlreichen Fachleuten kritisiert. Schließlich fasst eine solche Herangehensweise völlig gegensätzliche Werte bzw. Weltanschauungen zusammen. Darüber hinaus führt eine solche Kategorisierung in der politischen Praxis leider allzu oft zur Diskreditierung demokratischer Kulturarbeit. Das Podium diskutierte über die „Extremismustheorie" und stellte auch die Frage, inwieweit Wissenschaft und Politik neue Wege gehen sollte.
02:51 ist ja ein richtiger witzbolt !
herrmann8183 1 month ago
Vollbloede! Sorry, wie waere es mit Hannah Arendt?
kofferfischii 3 months ago