Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (Englisch:Stratospheric Observatory For Infrared Astronomy) (SOFIA) ist ein fliegendes Teleskop, das die NASA gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für Infrarotastronomie entwickelt hat. Dafür wurde an Bord einer umgebauten Boeing 747SP ein Spiegelteleskop installiert.
Im hinteren Rumpfbereich der B747SP ist ein von den deutschen Unternehmen MAN Technologie AG und Kayser-Threde hergestelltes Nasmyth-Teleskop eingebaut, konstruktiv eine Kombination aus einem Newton-Teleskop und einem Cassegrain-Teleskop. Wie bei letzterem werden die Strahlen vom konvexen Sekundärspiegel in Richtung Primärspiegel reflektiert, aber vor dessen Erreichen durch einen dritten plan geschliffenen Spiegel um 90° zur Seite gelenkt. Der letzte Abschnitt des Strahlengangs mit dem Brennpunkt (Nasmyth-Fokus) fällt mit der Neigungsachse des Teleskops und der Längsachse des Flugzeugs zusammen und ist daher stationär. So können die empfangenen Strahlen mehrere hintereinander angeordnete Messinstrumente durchlaufen. Für die Einstellung der richtigen Rektaszension sorgt im wesentlichen der entsprechende Steuerkurs der Boeing.
Aufgrund der Einsatzhöhe über der Troposphäre ist eine Beobachtung in einem weiten Infrarotbereich von 0,3 µm bis 1600 µm möglich, der für bodengebundene Observatorien aufgrund von Absorptionen hauptsächlich durch in der Troposphäre enthaltenen Wasserdampf nur ausschnittsweise zugänglich ist, dem Infrarotfenster.
Der Hauptspiegel hat einen Durchmesser von 270 Zentimeter und eine -- durch die Abschattung (Obstruktion) der beiden kleineren Spiegel -- effektive Öffnung von 250 Zentimeter. Das mit Rahmen, Lagern und Zusatzinstrumenten rund 17 Tonnen schwere Teleskop wurde im Februar 2004 installiert und in der Nacht zum 19. August 2004 erstmals gen Himmel gerichtet. Dabei blieb das Flugzeug allerdings noch am Boden.
Des war letzten in Stuttgart *_*
MrCorny98 4 months ago