Accra, Hauptstadt Ghanas, 38 Grad im Schatten und 97 Prozent Luftfeuchtigkeit. So stellt man sich "das Grab des weißen Mannes" vor, ein fieberverseuchtes Gebiet, das von den Seefahrern des 17. Jahrhunderts so gefürchtet wurde. Es ging ihm nicht um Entdeckungen oder das Erforschen fremder Kulturen, es ging einzig um Macht und Geld. Schmutziges Geld, das hauptsächlich mit Sklavenhandel verdient wurde. In der Burg entdeckt das Filmteam das alte Verlies, in dem man die "menschliche Ware" zusammenpferchte, bevor sie auf die Schiffe für die Karibik verladen wurde. Schätzungen sprechen von insgesamt zwölf Millionen Afrikanern, die von den Weißen aus ihrer Heimat verschleppt wurden - eines der grausamsten Kapitel der europäischen Geschichte. Missionare und Entdecker hatten den Kolonisatoren den Weg geebnet. Sie waren die ersten, die sich in das Innere des bislang unerforschten Kontinents vorwagten. Heinrich Barth, Gerhard Rohlfs, Gustav Nachtigal wurden durch ihre Afrikareisen zu Pionieren der Geographie und zu Leitfiguren der erstarkenden Kolonialbewegung.
Wo ist (1) - 3/5?
Serthys 3 months ago