NoWKR - Wiener Polizisten schützen die Faschisten - Antifa Demo gegen Burschenschafterball
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@grimyguerilla Schiedel, Heribert: Korporierte Legenden. Zur burschenschaftlichen Geschichtsumschreibung. In: Österreichische Hoschüler_innenschaft (Hg): Völkische Verbindungen. Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich.
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@grimyguerilla Tatsächlich hatten die (angehenden) Akademiker zur Arbeiter_innenklasse, die in Österreich noch weniger das entsprechende Bewusstsein entwickelt hatte als anderswo, bestenfalls ein instrumentelles Verhältnis. Als Druckmittel zur Durchsetzung politischer Rechte des Bürgertums war sie willkommen,
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@grimyguerilla Auf jeden Fall waren Korporierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts an jeder blutigen antidemokratischen Erhebung in der Weimarer und Ersten Republik maßgeblich beteiligt: Kapp-Putsch (1920), „Marsch auf die Feldherrenhalle“ (1923), Juliputsch (1934) usw.
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@grimyguerilla In der Folge wurden die Korporationen zu Stoßtrupps gegen Emanzipation und Demokratisierung. Die Heftigkeit des antidemokratischen Furors und der Revolutionspanik ist neben der sozialen Angst (vor dem Abstieg) wohl nur mit dem schlechten Gewissen der Verräter zu erklären. Dazu kam die Niederlage im Ersten Weltkrieg, welche nur mit Hilfe der Dolchstoßlegende zu verarbeiten war.
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@grimyguerilla Das Arrangement mit
der spätabsolutistischen Herrschaft nach der endgültigen Niederlage der Revolution
fand auch formal seinen Ausdruck, etwa in der Übernahme von Riten
und Praxen der Landsmannschaften und Corps (Mensur, Comment usw.). So
wie die Burschenschafter die individuelle Freiheit (nicht zuletzt zugunsten der
des „Volkes“) verraten haben, haben sie auch ihre einstmalige Opposition gegen
diese bündischen („konservativen“) Strukturen verraten.
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@grimyguerilla Nach Auschwitz übernahmen Burschenschafter beide, ursprünglich zum Zwecke der Delegitimierung der Revolution gesponnenen Legenden oder Übertreibungen, um von ganz anderen und letztlich entscheidenden Traditionslinien ablenken zu können. Die „Sehnsucht“ der völkisch Korporierten in Österreich galt schon ab den späten 1860er Jahren
mehrheitlich „nicht mehr der demokratischen großdeutschen Republik, sondern
dem preußisch-deutschen Machtstaat.“
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@grimyguerilla Ein innerhalb der politisierten (deutschnationalen)
Studentenszene hegemoniales Radikaldemokratentum war Mitte des 19. Jahrhunderts tatsächlich weniger Realität, sondern mehr eine feindliche Zuschreibung der spätabsolutistischen Herrschaft; ähnliches lässt sich auch über den „jüdischen Beitrag“ zur Revolution von 1848 sagen.
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@grimyguerilla Gegenüber derart dreisten Kontinuitätsbezügen
wirkt die Offenheit der Aula geradezu erfrischend: Im völkischen
Zentralorgan wird die militante Frontstellung der Burschenschaften zum
„jakobinisch-freimaurerischen Gedankengut der französischen Revolution“ (Aula
1/98: 25f.) hervorgehoben.
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@grimyguerilla Die maßgeblich auf Friedrich Ludwig Jahn („Haß alles Fremden ist des Deutschen Pflicht“) zurückgehende Gründung der Urburschenschaft in Jena (1815) ist als Gegenreaktion auf den drohenden revolutionären Sturm zu begreifen. Wenn Burschenschafter sich heute in die Tradition der bürgerlich-demokratischen Revolution stellen, beziehen sie sich auf jene liberale Position, gegen welche die
„Urburschenschaft“ gerade gegründet wurde.
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@grimyguerilla In Kontrast zur gängigen Darstellung des Revolutionsversuches von 1848 als Sternstunde des Liberalismus, die die heutigen Korporationen als Erbwahrer der Pioniere der Demokratie in Österreich eingesetzt habe, räumt Andreas Mölzer ein, dass dabei wesentliche Teile der Studentenschaft dem Gedanken des „Vorrang[es] der Einigung Deutschlands gegenüber einer Verfassung für Österreich“ – also des Nationalismus vor Demokratie und bürgerlichen Rechten– anhingen.
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@grimyguerilla Am 23. August 1848 etwa ging die Nationalgarde mit brutaler
Gewalt gegen eine Hungerdemonstration hunderter Arbeiter_innen vor („Praterschlacht“ mit 22 Toten) – die Akademische Legion stand in wohlwollender
Neutralität daneben.
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@grimyguerilla sobald aber der deutschnationale Kitt zu zerbröseln begann und das Weiterschreiten zur sozialen Revolution drohte, wurde sie als gefährliche Klasse schnell wiederfallen gelassen. Der Großteil der Gefallenen von 1848 waren keine Bürger oder Studenten, sondern Proletarier_innen, die zudem nicht mehr von
den Armeen der alten Herrschaft, sondern bereits von der nachrevolutionären
bürgerlichen Nationalgarde oder anderen paramilitärischen Einheiten niedergemetzelt
wurden.
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@grimyguerilla – sind diese und ähnliche Behauptungen auch ansonsten leicht ins Reich der Legendenbildung zu verweisen. Vor allem jene, wonach „es der Burschenschaft (Akademische Legion) gelang, die revolutionären Bauern, Arbeiter und Bürger unter der schwarz-rot-goldenen Fahne zu einen.“
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Zunächst behaupten Burschenschafter beständig, legitime Erben und Nachfahren
der Revolutionäre von 1848 zu sein. Einmal abgesehen von der Tatsache, dass
es 1848 mit Ausnahme einer Handvoll von Studentengrüppchen in Österreich
noch keine Burschenschaften gegeben hat – die ersten relevanten Gründungen
erfolgten 1859 im Rahmen der „Schillerfeiern“, wo man bezeichnenderweise
dem Kaiser schon wieder „stürmische Ovationen“ (Franz 1955: 116) dargebracht
hatte
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@Subscriver Meinst du so freiheitsliebende Deutschnationale wie jene die beim jährlichen Bummel in der Aula jüdische, italienische und katholische Studierende blutig geprügelt haben, oder jene die wegen der Badeni-Verordnung (tschechisch als zweite Amtssprache in der Donaumonarchie) in Prag und anderen Städten mehrere Menschen ermordeten?
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@grimyguerilla Lassen wir die Kirche im Dorf! "autoritärer deutschrassistischer Führerstaat" - also bitte! Burschenschafter waren damals aktive Kämpfer der Freiheitsbewegung 1848 - FÜR Presse- und Medienfreiheit FÜR die freie Meinungsäußerung GEGEN den Ständestaat, GEGEN politische Ausbeutung. Auch heute leben sie nach dem Prinzip von Voltaire: "Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen." Genau das würde ich mir auch von Leuten ihrer Sorte wünschen!
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@EchterWiener1 wenn stellst du dich selbst ins rechte eck, dadurch dass du es unterstützt wenn die polizei mit gewalt demokratischen protest unterdrückt. aber deinem profilbild nach zu urteilen brauchst du wohl einen starken führer der dir die richtung vorgibt der du wie ein schaf hinterherläufst. nur nicht selbst denken, schön brav die krone lesen und dem führer folgen, nicht ? A.D.A.B. Alle Deutschen Analfabeten Bilden ?
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@antifascho77 Habeas Corpus- "No te rindas"
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wie heißt der song?
1:0
hockeywuzl 2 years ago 3
Deutschkurse den Rechten !
grimyguerilla 2 years ago 3