Bis zum letzten Tropfen: Vom Ende des Öls 2/5

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Uploaded by on Jul 15, 2010

Noch laufen die Ölpumpen im Takt, auch auf norddeutschen Feldern. Aber längst fördern sie viel mehr Wasser als Erdöl. Wie verzweifelt müssen die Konzerne sein, solche alten, erschöpften Vorkommen bis zum Anschlag auszubeuten? Ist das, was im Emsland und im Wattenmeer geschieht, Sinnbild für eine neue, drohende Ölkrise? 'Bis zum letzten Tropfen' ist eine spannende Spurensuche, die auf den Ölfeldern in Niedersachsen und auf der Bohrinsel Mittelplate in Schleswig-Holstein beginnt und bis nach Saudi-Arabien führt. Dort haben die NDR-Autoren Matthias Sdun und Jürgen Webermann unter anderem auf dem abgelegensten Ölfeld der Welt gedreht: Shaybah, in einem lebensfeindlichen Wüstenmeer gelegen, 400 Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt. Dass Saudi-Arabien hier mit größtem Aufwand Öl fördert, ist für viele Experten ein Akt der Verzweiflung: Seit 40 Jahren haben die Saudis kein großes Vorkommen mehr entdeckt. Der Ölgigant im Mittleren Osten wankt. Die Welt hat bislang keine Alternative zum Öl. Sie ist abhängig wie ein Junkie von seiner Droge. 90 Prozent aller hergestellten Produkte basieren direkt oder indirekt auf dem Rohstoff. Und so liefert der Film verblüffende Erkenntnisse: Bei VW in Wolfsburg rechnen die Forscher damit, dass wir künftig mehr Fahrrad fahren müssen. Und ein niedersächsischer Landwirt befürchtet gigantische Engpässe in der Nahrungsmittelproduktion, sollte nicht mehr genug Öl für alle da sein. Seine Kernbotschaft: Wir müssen endlich aufwachen, um das Schlimmste zu verhindern! Denn die Zeit, uns auf die Ölkrise einzustellen, wird langsam knapp ...

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All Comments (11)

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  • @polska688 sag ich ja... die Saudis sind erst 2005 am (bisherigen" Limit gewesen, was sie problemlos auf über 95% gehalten haben bis zur Krise, da im Sommer wurde sogar mehr gefördert je Tag, nur durch die Quotenkürzung wurde das Jahresergebnis dann versaut eben. Es gab einen Rückgang in den 90igern bei den Saudis, jedoch Nachfrage und Angebotsbedingt, Nordsee-Peak war ~2000 rum z.b, dazu war das Öl seeehr billig, da hätte ich auch die Ressourcen geschont.

  • @nonkeynes Du hast den Finger drauf,genauso wird es kommen.

  • Allein in den 80ziger Jahren das Limit!! Wie kann man so ein Müll reden. Die wollen doch das es niemand weiss wie viel da ist weil sie die Preise hochhalten können.

  • In den 80igern die Saudis am Limit? Offiziel gilt 2005 mit 526,8 Mio t. als bisheriges Höchst-Jahr, und man produzierte 2008 trotz Quotenkürzung noch 97,8% dieses Wertes.

    Eine schande, dass im ARD so ein Unfug ausgestrahlt wird, Denn egal ob man sich jetzt um die genauen Zahlen streitet, keine öffentlichen Zahlen bestreiten, dass die Saudis BISHER nachweislich Mitte der 2000er die höchste Förderung hatten, das Abflachen der 90iger lag an niedrigen Preisen, Nordsee-Peak und Kuwait-Invasion.

  • Achja, selbst Ölgiganten wie Russland haben erst kürzlich für 2010 die höchste Ölförderung seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion bekannt gegeben, man fördert und exportiert seit 2009 bereits mehr Öl als die Saudis.

    Ostsibirien ist noch gar nicht richtig erschlossen, geschweige denn die arktischen Gebiete, und da Russland noch gut 90% soviel fördert wie im Höchstjahr 1987, kann man gar nicht von Peak reden, 1-2 große Ölfelder die "online" gehen und der alte Peak wäre übertroffen.

  • Nachschubprobleme?? Die Öl-Lager in den USA und Europa sind immer noch voll, die OPEC hat auch deshalb die wegen der Krise um 4,2 Mio Barrel gekürzte Förderquote (Deutschlands + Großbritanniens Verbrauch) bis heute beibehalten.

    Von globalen Nachschubproblemen höre ich seit 2009 zum ersten mal. Dass die neueren Ölpreisanstiege mehr spekulativ sind, sieht man am Unterschied zwischen US und Nordsee-Öl, letzteres ist bis zu 18$ teurer, dabei war traditionell US-Öl teurer gewesen da höherwertig.

  • omg wie man die verweifelten lügen aus den reden des araber öl typ und am ende auch bei dem scheiß mit brasielien raushört...

  • watch 06:44 - 07:38 ;-)

  • Ali 10 W60...und Mohamed WD40....

  • Da sich das hier kaum einer anschaut und die Preise für Erdöl inzwischen nur noch eine einzige Richtung kennen (vom Einbrch in 2008 mal abgesehen) - wobei keine einzige Bank Werbung für Erdöl macht - bin ich mir persönlich ganz sicher, dass Peak Oil unmittelbar bevorsteht.

    Es ist aber keine Katastrophe wie es in diesem Beitrag durchklingt - nur die Preise werden auf etwa 2-3 € pro Liter steigen, was locker verkraftbar ist: z.B. durch sparsamere Autos.

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