TV-Beitrag: Überbauung Belvedere Zug
BELVEDERE-Referendum mit hoher Unterschriftenzahl eingereicht
Weit über 1'000 Zuger und Oberwiler Stimmberechtigte unterschrieben das erwartete Referendum zum Bebauungsplan ‚Belvedere'. Sie finden, dass die Bevölkerung zu dieser massiven Veränderung des Stadtbildes befragt werden soll. Wie die Sammlung zeigte, erregen wesentliche Elemente des Bebauungsplanes sowie ihre Präsentation Widerspruch und Ablehnung.
Beinahe mit Stolz nehmen die Initianten zur Kenntnis, dass die Baulobby ihren Abstimmungskampf bereits während der Referendumsfrist aufwendig startete. Dies scheint angesichts der zahlreichen Schwächen und Ungereimtheiten auch dringend nötig, denn:
1. Belvedere pflanzt plumpe Hochhäuser (viermal das „Schwesternhaus"!) eng in eine ortsbildgeschützte Umgebung. Damit drängt der Zuger Hochhaus-Bauboom ungebremst auch ans Seeufer.
2. Neue Bilder zeigen den alten Spitaltrakt zur Unkenntlichkeit verändert -- Versprach man nicht, diesen zu erhalten?
3. Die Investoren zeigen ihre Hochhäuser klein, durchsichtig und himmelblau, gar hinter Bäumen versteckt, als ob sie sich ihrer schämen würden. Empfahl nicht die Baukommission, nicht mehr eigene, sondern nur noch die neutralen, schwarzweissen Visualisierungen zu verwenden? Das Referendumskomitee hielt sich daran.
4. Die vorgesehene Nutzung einschliesslich des Parks ist privat. Daran ändert auch der unklare Begriff „halböffentliche Nutzung" im Werbeprospekt nichts.
Durch diese Hochhäuser wird Zug nicht weniger Provinz, sondern weniger Zug. Zug Süd verdient anderes.
Das Referendumskomitee dankt der Bevölkerung für die grosse Unterstützung.
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