Evangelisches Gesangbuch 472, 1-3+5
Der Tag hat sich geneiget,
die Nacht hat sich genaht.
Gott sei gebenedciet,
der uns beschützet hat.
Er woll durch seine Güte,
durch seine große Macht
uns gnädiglich behüten
auch jetzt in dieser Nacht.
Nichts ist auf dieser Erden,
das da beständig bleibt,
allein die Güt des Herren,
die währt in Ewigkeit,
steht allen Menschen offen;
Gott läßt die Seinen nicht.
Drauf setz ich all mein Hoffen,
mein Trost, mein Zuversicht.
Dem hab ich mich ergeben
in dieser argen Welt.
So ist des Menschen Leben
wie Blümlein auf dem Feld:
des Morgens in dem Taue
stehn sie gefärbet schön;
bald sind sie abgehauen,
verderben und vergehn.
Ich bitt, daß du mir gnädig
um Christi willen seist;
mach mich von Sünden ledig,
gib mir denHeilgen Geist,
der mich weise und lehre
ja der mich leit und führ,
auf daß ich nimmer mehre
Gotts Steg und Weg verlier.
Link to this comment:
All Comments (0)