DIE STADT DER BLINDEN - SCHREIER

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Uploaded by on Nov 16, 2011

Oper in 5 Akten von Anno Schreier nach dem Roman von José Saramago, Libretto von Kerstin Maria Pöhler

Kompositionsauftrag des Opernhauses Zürich, gefördert von der Kunststiftung NRW - Unterstützt von der Fondation Edouard et Maurice Sandoz

Dirigent - Zsolt Hamar
Inszenierung -Stephan Mueller
Bühnenbild - Michael Simon
Kostüme - Carla Caminati
Lichtgestaltung - Elfried Roller, Michael Simon
Video-Design - Chris Ziegler
Choreographie - Ramses Sigl
Orchester - Orchester der Oper Zürich

Mit
Sandra Trattnigg (Die Frau des Augenarztes); Reinhard Mayr (Der Augenarzt); Rebeca Olvera (Die junge Frau mit der Brille); Valeriy Murga (Der Alte Mann), Morgan Moody (Der Erste Blinde); Irène Friedli (Die Frau des Ersten Blinden); Peter Sonn (Der Autodieb), Andreas Hörl (Der Polizist), Andreas Winkler (Der Apothekergehilfe); Sen Guo (Das Zimmermädchen); Thomas Tatzl (Der Taxifahrer), N. N. (Der Junge), Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich


Mit seiner Kurzoper «Hinter Masken» gewann der 1979 in Aachen geborene
Komponist Anno Schreier unseren 2008 zum zweiten Mal ausgeschriebenen
Kompositionswettbewerb «Teatro minimo». Als Stoff für seine Auftragsoper
wählte er den Roman «Die Stadt der Blinden» des portugiesischen Literatur-
Nobelpreisträgers José Saramago, der Anno Schreier noch kurz vor seinem
Tod die Rechte zur Komposition erteilte. «In der ‹Stadt der Blinden›» -- so Anno Schreier -- «erzählen wir eine Parabel über das Zusammenleben von
Menschen unter Extrembedingungen, unter dem Einfluss einer unvorherge-
sehenen Katastrophe -- so ähnlich, wie wir es oft in den Nachrichten hören
und lesen.»

«Doch hier ist es nicht Krieg, Naturkatastrophe oder nukleares Desaster, was die Menschen bedroht. Hier steckt die Katastrophe in den Menschen selbst: Ihnen ist die Fähigkeit zu sehen genommen worden. Sie blicken in blendendes Weiss und sind gänzlich einander und ihrer Umwelt ausgeliefert. Es ist wie eine Versuchsanordnung: Von der Staatsgewalt in einem Isolationslager zusammengepfercht und sich selbst überlassen, bilden die Blinden eine Art Miniatur-Gesellschaft, aus der schliesslich im Kampf ums blanke Überleben eine Tyrannei wird. Eine einzige Sehende ist unter den Blinden: Die Frau eines Augenarztes, die bei ihrem erblindeten Mann bleiben will. Sie hätte das Zeug zur Heldin, begeht schliesslich den -- vermeintlich -- befreienden Tyrannenmord, bleibt aber allein mit ihrer Schuld und den Erinnerungen an das, was sie als Einzige ansehen musste. In dieser Versuchsanordnung erscheinen alle menschlichen Gefühle, Verhaltensweisen und Charakterzüge -- gute wie schlechte -- wie unter einem monströsen Vergrösserungsglas. Normale Menschen ‹wie du und ich› werden so zu Opernfiguren -- zu Helden und Tyrannen, zu Verzweifelten, Hoffenden und Liebenden. Denn das ist es, was uns auf der Opernbühne bewegt und mitreisst: Menschen, die extremen Situationen und extremen Gefühlen ausgeliefert sind -- so extrem, dass ihnen als Ausdrucksmöglichkeit nichts anderes mehr bleibt als der Gesang.»

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Music

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  • I LOVE the costumes!!

  • What about opera? It is all about screams and almost-nude singers?

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