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from the opera "Lohengrin", Prélude, 1st act,
Arrangement for the organ by Joachim Essig
dedicated to my dear friend H.P.
a great fan of Wagner operas
Wagner hat für die Orgel nichts getan, wie er für andere Instrumente und auch Musikgattungen nichts getan hat. Er war buchstäblich ein Opernkomponist. Trotzdem hat es einen ganz erheblichen Sinn, Wagner auf der Orgel zu spielen, wozu natürlich erst Musik bearbeitet werden muss, die niemals für die Orgel gedacht war.
Wagner war jahrzehntelang ein Diktator der Musik. Seine Anhänger waren süchtig nach seiner Musik. Da Diktatoren immer auch Gegner haben, hatte er natürlich auch genau so ungewöhnlich aktive Gegner die ihn dann heimlich bewunderten.
Die Welt der Orgel war noch nach 1850 als Handwerkstradition fast so „in Ordnung" wie hundert Jahre zuvor. Durch die mit Wagners Werken geschaffene Klangvorstellung wurden die bis dahin sehr barocken Vorstellungen von einer Orgel, in der Bauweise im Klang und ihrer Literatur, schnell als völlig unmodern empfunden, was viele Orgelfans bis heute schmerzlich bedauern.
Es kamen die romantische Orchesterorgel und die Fabrikorgel mit vielen Registern ohne Klangcharakter, wie die Gegner bald feststellten. Die „Orgelbewegung" versuchte alles rückgängig zu machen. Das war auch ganz schön erfolgreich, denn nach Wagner Tod entstand ein großes Vakuum, das keiner füllen konnte außer einem, der die nötige Potenz hatte, die Lücke zu füllen und dessen Renaissance jetzt möglich wurde. Er war schon lange tot und er hatte viele Orgelwerke geschrieben und das passte zur Orgelbewegung. Das war Joh. Seb. Bach.
Mittlerweile waren viele handwerklich gute Orgeln aus seiner Zeit längst verändert, oder verschwunden. Es begann die Zeit des Rekonstruierens und des neu Erlernens der vergessenen Handwerkskunst. Das setzt sich immer noch fort. Es gibt viele Orgeln, an denen rein gar nichts außer Blech und Holz aus der verehrten Zeit übrig geblieben ist, weil man den Klang einer Pfeife in null Komma nichts unrettbar verändern kann, auch wenn die äußere Hülle noch da ist, und ein großer Name des Orgelbauers.
Das ist das Erbe das Wagner der Orgel hinterlassen hat. Eine völlig andere Klangästhetik. Diese nie ruhende Dynamik in großen Bögen, die so ganz gegen die Natur einer Pfeife ist, die mit starrem Blasebalg betrieben wird. Ausgerechnet diese schwelgende Dynamik Wagners versucht die romantische Orchesterorgel als Ver-Kreisung des Quadrates zu verwirklichen.
Ich habe mit acht freien Kombinationen und drei Veränderungen der Handregister unterwegs, sowie der ausgiebigen Betätigung des Schwellwerkes versucht, eine Ahnung von Wagneridylle zu suggerieren.
Ich lausche gebannt den wunderschönen Klängen, die du mir gewidmet hast und finde keine Worte. Es ist, als ob eine längst vergangene Zeit, ein Traum, wieder heraufbeschworen wird, eine Zeit, die wir gemeinsam durchleben durften.
Das berührt mich sehr.
Danke, mein Freund, danke von ganzem Herzen!!!
1000musica 3 years ago 4
Helo JoachimEssig.!!
Beautiful lucky you,...For having a beautiful talent.!! Congratulation's.
losangeles802 3 years ago 3