Medea, von Junges Schauspiel Ensemble München

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Uploaded by on Oct 12, 2010

MEDEA von Lucius Annaeues Seneca
Titelrolle mit Ulrike Dostal.
In Jolkos herrscht Pelias, der seinen älteren Bruder und rechtmäßigen König ermordet hat. Als Jason die Rückgabe des väterlichen Thrones fordert, fasst Pelias den Entschluss, ihn aus dem Weg zu räumen. Mit einer List bringt er seinen Neffen dazu, den Auftrag zu übernehmen, das Goldene Vlies, das von einem Drachen bewacht wird, aus Kolchis heimzuholen. Auf der Argo, dem der Sage nach von Athene selbst erbautem Schiff, reist Jason mit den größten Helden Griechenlands nach Kolchis. Hier begegnet er der Königstochter
Medea, sie verlieben sich ineinander. Mit ihrer Hilfe, ihren Zauberkräften, gelingt es Jason, das Fell des Widders zu erbeuten. Medea flieht mit Jason aus ihrer Heimat, fort von ihrer Familie, an der sie Verrat begangen hat. Um ungehindert fliehen zu können, tötet sie ihren Bruder Absyrtus, zerstückelt ihn und zerstreut seine Leichenteile im Meer. Zurück in Jolkos verweigert Pelias Jason trotz der bestandenen Prüfung den Thron. Medea bringt ihn durch List zu Tode. Aus Angst vor der Rache der Verwandten des Ermordeten fliehen sie nach Korinth. Hier leben sie mit ihren zwei gemeinsamen Kindern, bis sich Jason entscheidet, Medea zu verlassen, um Creusa, die Tochter des Königs von Korinth zu heiraten. Medea soll verbannt werden, kann sich aber von Creon die Frist eines Tages erkämpfen. Sie nutzt die Zeit: Sie lässt ihre Kinder Creusa ein vergiftetes Brautkleid überreichen. Als sie es anlegt, geht es in Flammen auf. Dann tötet Medea ihre Kinder.

Pressestimmen MEDEA
"Mit einer völlig neuen Übersetzung des Seneca-Textes wagt Regisseur Michael Stacheder den schwierigen Spagat zwischen Tradition und Moderne und zeigt die ganze Bandbreite menschlicher Leidenschaften auf. ... In der Rolle der Medea brilliert Ulrike Dostal, die als Racheengel die Zuschauer in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt und auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen mitnimmt." (Langener Zeitung)

"Stacheder holte das Drama um die zauberkundige Mörderin Medea aus dem mythischen Dunst der dionysischen Weihespiele heraus und setzte das ewig Menschliche als überzeitliche Problematik urreligiöser
Erzählungen in unsere Zeit. ... Die Titelheldin war mit Ulrike Dostal hervorragend besetzt. Eine große schauspielerische Leistung
zeigte sie im Wesensumschwung: Nachdem sie zu Beginn der Handlung emotional reagierte und sich in den Geburtswehen ihrem Schmerz hingab, zeigte sie sich nach dem Urteil Kreons als rational kühle, „wahnsinnig" entschlossene Rächerin, „jetzt fallen Zorn und Liebe zusammen". (Allgemeine Zeitung Rheine)

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