Zug um Zug in den Wahnsinn - Die Schach-Legende Bobby Fischer

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Uploaded by on Jan 1, 2012

Seit seiner Erfindung im sechsten Jahrhundert gilt Schach als Spiel der Könige, als klassisches Kriegsspiel und ultimative Herausforderung an den menschlichen Geist. Im 20. Jahrhundert überragte ein Spieler alle anderen: Der Amerikaner Robert James "Bobby" Fischer wurde von Beobachtern als Schachgenie und unberechenbarer Exzentriker beschrieben. Mit 15 Jahren war Fischer bereits Schachmeister der USA, sein größtes Ziel war es, Weltmeister zu werden und es auch für ungefähr 20 Jahre zu bleiben.
1972 war es soweit: Im isländischen Reykjavík trat der 29-Jährige im "Match des Jahrhunderts" gegen den amtierenden Schachweltmeister an, den Russen Boris Spasski. Seit Jahrzehnten dominierten sowjetische Spieler die Schachweltspitze. Doch in 18 Monaten Vorbereitungszeit auf die Begegnung hatte Fischer in einer beispiellosen Gewinnstrecke von 20 Spielen eine Reihe der besten sowjetischen Spieler besiegt.
Aber in Zeiten des Kalten Krieges war das Match um den Weltmeistertitel nicht nur für die Schachwelt bedeutend. Es war gleichzeitig ein Kampf der Ideologien. Fischer und Spasski wurden in der Öffentlichkeit als Feinde wahrgenommen, die einen Stellvertreterkrieg am Schachbrett führten. Henry Kissinger, der spätere US-Außenminister, hielt es für "gut für Amerika - und die Demokratie -, einen Amerikaner als Gewinner zu haben." Und den bekam die Welt. Fischer besiegte Spasski in einem nervenaufreibenden Match und wurde Weltmeister.
Schach ist ein Spiel wie kein anderes - bereits nach zwei Zügen können über 70.000 verschiedene Figurenkonstellationen entstehen. Manche besessene Spitzenspieler leben in einer abstrakten Welt aus Figuren, Feldern, unvorstellbar vielen möglichen Zügen und Stellungen. Einige finden aus dieser Welt nicht mehr zurück ins normale Leben. In ihrem Dokumentarfilm rekonstruiert Filmemacherin Liz Garbus aus Originalmaterial und Aussagen zahlreicher Zeitzeugen die Ereignisse um das "Match des Jahrhunderts". Gleichzeitig entwickelt sie das Psychogramm eines genialen Schachspielers, der sich Zug um Zug in den Wahnsinn spielte.

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Uploader Comments (phluxx)

  • Danke!

    Gens una sumus

  • @astromant Gens una sumus :)

Top Comments

  • Danke fuers uploaden dieser tollen Doku !!!

  • danke fürs hochladen, arte ist einfach klasse, aber eine kleine frage weiß jemand wie das eingespielte lied (es müsste ziemlich berühmt sein) das ab 7:07 eingespielt wird heißt?

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All Comments (17)

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  • @Masterpiece55555

    müsste glaube "on the road again" von "Canned heat" sein. ;)

  • @johnonolennon88 danke

  • @Masterpiece55555

    Booker T & the MG's - Green Onions

    wurde auch von den Blues Brothers gespielt

  • @Masterpiece55555 ich nehme alles zurück

  • @Masterpiece55555 und die einblendungen der name sind ja wohl lächerlich kurz, da hätte sie es sich auch sparen können.

  • die sinchron sprecher kommen mir vollkommen übermotiveirt vor und generell wurde versucht viel zu viel spannung in die doku zu quetschen. sie wirkt stelllenweise wie von privatsendern produziert. was ich sehr schade finde.

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