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Hans Eckhardt Wenzell & Steffen Mensching - Dankchoral

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Uploaded by on Dec 3, 2008

Teil 01 des Wiedervereinigungskonzerts der DDR-Liedermacher im Haus der Jungen Talente nach Mauerfall am 02.12.1989 - Dieses Konzert mutierte leider zum mit Abstand unappetitlichsten, was die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte zu bieten hat - Ein Aufeinandertreffen von Freunden und Kollegen, die von "ihresgleichen" an "die Firma" verraten wurden! Und leider ist der zwangsläufig aufkommende "Brechreiz" noch lange, lange nicht zu Ende...!




„Nichts bleibt geheim
Musik: Hans-Eckardt Wenzel:

Magst Du dein Frühstücksei hart oder weich?
Schreibst Du Dich mit nem arabischen Scheich?
Selbst jeder Pickel an deinem Bein -
Nichts bleibt geheim!
Gehst du zur Demo oder bleibst du zu Haus?
Träumst du vom Ein-Zweifamilienhaus?
Willst du kein friedlicher Bürger mehr sein?
Nichts bleibt geheim!



Der Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel im Januar 1989 auf seiner LP Reisebilder. Er wusste, wovon er sprach, war er doch selbst Ende der 70er Jahre als Mitglied der Gruppe „Karls Enkel ins Visier der "Firma" geraten.
Akuter Brechreiz!!!


Steffen Mensching

geb. 27. Dezember 1958 Berlin

Abitur; Volontär, Journalistikstudium (abgebrochen); Redakteur bei der Literaturzeitschrift "Temperamente"; 1981-1986 Studium der Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin; seit 1980 Arbeit als Autor, Schauspieler, Sänger, Liedermacher und Dramaturg (seit 1984 freischaffend); wichtige Arbeiten: "Von meiner Hoffnung laß ich nicht oder Der Pilger Mühsam" (Erich-Mühsam-Abend, 1980), "Deutschland, meine Trauer - oder neun Arten, einen Becher zu beschreiben" (Johannes-R.-Becher-Abend, 1981), "Dahin! Dahin!" (Goethe-Abend, 1982),
7.10.1990 Premiere des DEFA-Spielfilms "Letztes aus der Da Da eR"; 1990 Förderpreis des Deutschen Kleinkunstpreises; Arbeit als Essayist, Lyrik-Übersetzer, Darsteller in Film und Hörspiel; neuere Veröffentlichungen: Jacobs Leiter (2003), Quijotes letzter Auszug (2001) Berliner Elegien (1995).


Hans-Eckardt Wenzel


Hans-Eckardt Wenzel ist in vielen künstlerischen Sparten zuhause. Neben seinen poetischen wie kritischen Songs hat der 52-Jährige zahlreiche Liederbücher, Gedicht- oder Erzählbände verfasst, fürs Theater inszeniert und Regie geführt.

Nach einem Studium der Kulturwissenschaften und der Ästhetik in Berlin entschied er sich 1981 für ein Leben als freischaffender Künstler. Zusammen mit Steffen Mensching machte er sich als Kabarett-Clowns-Duo "Wenzel & Mensching" in der DDR schnell einen Namen.

Erste Solowerke folgten wie etwa seine Debütplatte "Stirb mit mir ein Stück" aus dem Jahre 1986, für die es die "Goldene Amiga" gab. Weitere Alben und unzählige Auszeichnungen folgten z.B. der deutsche Kabarett- und der Kleinkunstpreis.

2006 ging der in Wittenberg aufgewachsene Musiker mit Arlo Guthrie, dem Sohn von US-Folk-Ikone Woody Guthrie auf Konzertournee. Seit Oktober ist der Barde nun mit seinem neuen Album "Glaubt nie, was ich singe" in den Plattenläden zu finden. Als Belohnung für 16 sehr persönliche Lieder gab es bereits die Auszeichnung als CD des Jahres der Liederbestenliste und den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2007.

Category:

Music

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All Comments (4)

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  • r Mann ist ja hervorragend! Schade: habe erst gestern von ihm gehört im TV arte "Yellow cake..." zum Uranabbau und seinen Folgen. "Erst nach 100 Jahren...". Wo finde ich das, gibt es eine CD damit? Weiß jemand was? hajoe

  • siehe 365sterne.de --> Song --> Weiße Tauben und Se equivocó la paloma

  • Wenzel spielt seinen Dankchoral bis heute, allerding ist das gute Stueck auf keiner seiner vielen CDs erhaeltlich. Aber er bleibt seiner Zeit treu und schreibt regelmaessig neue Strophen...

    Ich hab das Ding irgendwo, ich werds mal hochladen wenn ichs finde! XD

  • Habe das Konzert nicht gesehen. Ist interessant. Schlammschlacht? Brechreiz?

    Da gibt es so vieles, was zum Kotzen war und ist - "Ich kann gar nicht so viel essen, wie kotzen möchte" (Max Liebermann). Das Paradoxe ist, daß konkrete Menschen daran beteiligt sind, und andererseits sind es übergeordnete Gesetzmäßigkeiten, die dazu führen. Und im Zweifel immer für den Angeklagten. Und wer zu emotional ist, sollte nicht Chirurg werden...

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