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Die UNO und der Völkermord von Srebrenica: Hintergründe eines gebrochenen Versprechens

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Uploaded by on Dec 31, 2011

Den Film "Himmel über Srebrenica", über den die Experten diskutieren, gibt es hier: http://politicalbeauty.weebly.com/

Podiumsdiskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung. Veranstaltet durch das Zentrum für Politische Schönheit.


http://www.politicalbeauty.de/center/Die_UNO_und_der_Volkermord.html
http://www.boell.de/internationalepolitik/aussensicherheit/aussen-sicherheit-...
http://www.boell.de/weltweit/europanordamerika/europa-nordamerika-veranstaltu...

Es diskutieren:
GENERAL MANFRED EISELE, Generalmajor a. D. des Heeres der Bundeswehr und von 1994 bis 1998 Assistant Secretary General for Planning and Support of Peacekeeping Operations der Vereinten Nationen (UNO)

DR. AXEL HAGEDORN, Anwalt von rund 8.000 Hinterbliebenen der Opfer des Srebrenica-Massakers

PROF. DR. HERFRIED MÜNKLER, Politikwissenschaftler, Professor für politische Theorie an der Humboldt-Universität zu Berlin
MARIELUISE BECK, MdB Bündnis90/Die Grünen, Vorsitzende der Deutsch-Bosnisch-Herzegowinischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestags

HUUB JASPERS, Journalist, stellv. Chefredakteur der niederländischen Radiosendung Argos, gewann für seine Recherchen zu Srebrenica 2006 den niederländisch-flämischen Preis für investigativen Journalismus

Moderation:
Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel. Autorin u.a. von „Srebrenica. Ein Prozess" (Suhrkamp, 2002).

Film "Himmel über Srebrenica":
http://politicalbeauty.weebly.com/

Am 11. Juli 2010 jährte sich zum 15. Mal das vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) als Genozid bewertete Verbrechen von Srebrenica. In der UN-Schutzzone Srebrenica waren im Juli 1995 mehr als 8000 Bosniaken -- vor allem Männer und Jungen zwischen 12 und 77 Jahren -- von bosnischen Serben und serbischen Paramilitärs ermordet worden. Im April diesen Jahres hatte das serbische Parlament zum ersten Mal sein Bedauern über dieses Verbrechen offiziell geäußert. Der 11. Juli ist von der EU als internationaler Gedenktag ausgerufen worden.

In einer Vorpremiere wurde der vom Zentrum für Politische Schönheit produzierte Film „Himmel über Srebrenica" von Philipp Ruch gezeigt, der sich mit dem Genozid von Srebrenica auseinandersetzt und bisher unveröffentlichtes Filmmaterial von den „Fronten" der Kriege verwendet. Er dokumentiert auch ein Kunstprojekt des Zentrums, in dem das entscheidende Meeting des Krisenstabes nachgestellt wird, das am 10. Juli 1995 im UNO-Hauptquartier in Zagreb stattgefunden hatte. Der Film ist für das Sarajevo Film Festival angemeldet.

Im Anschluss an die Filmvorführung diskutierten die Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen), der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Herfried Münkler (Humboldt-Universität Berlin), der Anwalt der Überlebenden von Srebrenica, Dr. Axel Hagedorn, der deutsche Bundeswehrgeneral a.D. Manfred Eisele und der niederländische Journalist Huub Jaspers die Rolle und Verantwortung der UNO bei den schlimmsten Massakern auf europäischem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg.
Dr. Axel Hagedorn, der im Jahr 2007 im Namen der Hinterbliebenen Klage gegen die Vereinten Nationen eingereicht hat, berichtete, dass in den vergangenen drei Jahren seit Prozessbeginn weder er noch seine Mandantinnen ein Gesprächsangebot mit Vertretern der Vereinten Nationen erhalten hätten. Hagedorn sieht in der fehlenden Kontrolle der Weltorganisation durch externe Gerichte einen Freifahrtschein, auch in Zukunft bei Massakern nur „tatenlos zuzusehen". Er hält eine UNO mit unkontrollierten Machtbefugnissen und fehlender gerichtlicher Kontrolle für ein „diktatoriales System". Hagedorn wies auf die politische Verfasstheit der Mitgliedsstaaten hin: „Die 192 Mitgliedsstaaten der UNO sind überwiegend keine Demokratien, sondern Diktaturen, nicht demokratisch legitimiert."
Die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Marieluise Beck, die sich seit fast zwei Jahrzehnten für Bosnien engagiert, warf die Frage auf, wie eine derart geringe politische Resonanz in Deutschland und den europäischen Ländern angesichts der Kriegsereignisse auf dem Balkan überhaupt möglich gewesen sei: „Es hat uns ja niemand verboten, zu Hunderttausenden auf die Strasse zu gehen und unseren Regierungen zu sagen [...], wir wollen, dass hier endlich nicht mehr zugesehen wird."

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  •  Genozid von Srebrenica an Muslime,die vergessene Menscheit der Europäische Union ,der Nato , und der UNO..!

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